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| 16:11 Uhr

Trauer
Er hat Spuren schwarz auf weiß hinterlassen

Trauerfeier für Hajo Schulze FOTO:
Cottbus. Die Lausitzer Sportfamilie nimmt in Cottbus Abschied von dem Journalisten-Urgestein Hans-Joachim (Hajo) Schulze. Von Christian Taubert

So haben sie ihn alle gekannt: Den Fotoapparat einsatzbereit, das Basecap nach hinten gedreht. Immer bereit, um für seine journalistischen Texte einen Schnappschuss zu bekommen. Das Abschiedsfoto in der Trauerhalle auf dem Cottbuser Südfriedhof – das war Hans-Joachim (Hajo) Schulze. Am Montagmittag haben die Familie, Freunde, Bekannte und Wegbegleiter Abschied genommen von einem Urgestein des Journalismus in der Lausitz. Hajo Schulze war am Nachmittag des 27. Juli 2018 im Alter von 88 Jahren verstorben.

In der voll besetzten Trauerhalle gab ihm nicht nur die Lausitzer Sportfamilie mit Ex-Energie-Geschäftsführer Klaus Stabach, der Hochsprung-Legende Rosemarie Ackermann (erste Zwei-Meter-Springerin der Welt) oder Radsport-Erfolgstrainer Eberhard Pöschke das letzte Geleit. Die Cottbuser Ex-Oberbürgermeister Waldemar Kleinschmidt (CDU) und Frank Szymanski (SPD) sowie Stadtsprecher Jan Gloßmann und weitere Kommunalpolitiker reihten sich die stattliche Anzahl der Trauergäste ein.

Hajo hat Spuren hinterlassen, Spuren schwarz auf weiß, wie es in der Trauerrede hieß. Dazu gehören neben Tausenden Zeitungsartikeln auch Rundfunk-Beiträge und sieben Bücher. Zuletzt setzte der anerkannte und streitbare Journalist – immer mit Ehefrau Brunhilde an der Seite – sich und dem Sport in der Lausitz ein besonderes Denkmal. Er gab sein Buch „500 Asse – Lausitzer Sportler-ABC“ heraus und hinterließ der Nachwelt Zahlen, Daten und Fakten aus seinen Privat-Archiv, die größtenteils nicht im Internet zu recherchieren sind. Für den Herbst kündigte die Familie zudem an, dass es Ergänzungen zu den 500 Assen, die Hajo bis zuletzt recherchierte, geben wird. Hajo Schulze hat Cottbuser Geschichte geschrieben und bleibt unvergessen, „weil er so war, wie er war“, hieß es in der Trauerrede.

Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.