Wenn es um die Narreteien der fünften Jahreszeit, sind Lausitzer Handwerker stets mit von der Partie. Einigermaßen darauf sind der Präsident der Handwerkskammer Cottbus Peter Dreißig und sein Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher. In dieser Woche hatten sie herausgehobene Akteure des Lausitzer Karnevals in die Kammer eingeladen. Schließlich seien die Karnevalsvereine ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens nicht nur in der Lausitzmetropole Cottbus, sondern auch in den Landgemeinden zwischen Spremberg (Spree-Neiße) bis hinauf nach Mittelwalde (Dahme-Spreewald).

Präsident des Karnevalsverband Lausitz 1990 beispielsweise ist Kfz-Meister Matthias Schulze. Er ist stolz auf die erstaunlich lange närrische Tradition in Südbrandenburg, die in Cottbus bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreicht.

Und auch auf so manchem karnevalistischen Thron hat es die Lausitzer Handwerkerschaft geschafft. So residierten Tischlermeister Thomas Kochan und seine Frau Stephanie im Jahr 2018 als Prinzenpaar beim Karnevalclub Blau Weiß Sergen (Spree-Neiße). In diesem Jahr regiert Stephanie Kochan inzwischen als Forster Rosenkönigin und wirbt bei zahlreichen Veranstaltungen und Auftritten für die Kreisstadt im Süden Brandenburgs. Das Paar unterstütz seit Langem den Sergener Karnevalclub, Stephanie Kochen beispielsweise das karnevalistische Tanztraining des Nachwuchses und ihr Mann Thomas legt Hand mit an, wenn der Festwagen der Sergener für den großen Zug der fröhlichen Leute in Cottbus wieder herausgeputzt werden muss.

Die Nachfolger der der närrischen „Kochan-Dynastie“ auf dem blau-weißen Thron in Sergen sind übrigens in diesem Jahr mit Maler- und Lackierermeister Stefan Reich und seiner Frau Sahra wieder Lausitzer Tollitäten aus der Handwerkerschaft.

Zug der fröhlichen Leute in Cottbus

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