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| 18:39 Uhr

UPDATE: Waldbrand in Lauchhammer gelöscht/Neue Einsätze in Hohenleipisch und Jethe bei Forst
Feuerwehrleute sind am Osterwochenende im Dauerstress

 Die Atmosphäre der Osterfeuers ist in der Lausitz nur begrenzt ein Genuss gewesen. An mehreren Orten sind die traditionellen Feuer wegen der extremen Trockenheit außer Kontrolle geraten. 
Die Atmosphäre der Osterfeuers ist in der Lausitz nur begrenzt ein Genuss gewesen. An mehreren Orten sind die traditionellen Feuer wegen der extremen Trockenheit außer Kontrolle geraten.  FOTO: dpa / Peter Steffen
Cottbus. Die Trockenheit fordert die Einsatzkräfte der Feuerwehren an diesem Osterwochenende in der Lausitz, im Spreewald und im Elbe-Elster-Land extrem.

Das Osterwochenende hat die Einsatzkräfte der Lausitzer Feuerwehren und Rettungsdienste so extrem gefordert wie lange nicht. Das bestätigt Hauptbrandmeister Lutz Freudenberg von der Leitstelle Lausitz. Innerhalb eines Tages sind fast 500 Einsätze zu koordinieren gewesen, hundert mehr als an normal.

Mehrere Osterfeuer sind außer Kontrolle geraten. Zwar waren etwa ein Drittel der planmäßigen Lausitzer Reisigfeuer, die traditionell am Abend des Ostersonnabend entzündet werden und bis in die späten Nachtstunden lodern, von den  Ordnungsämtern abgesagt worden. Denn die Waldbrandgefahr ist wegen der anhaltenden Trockenheit besonders in Südbrandenburg sehr groß. Unter Auflagen fanden jedoch die meisten Feuer statt.

In Peitz (Spree-Neiße) war ein Osterfeuer bereits am Sonnabendnachmittag angezündet worden. Es entwickelte sich zu einem Flächenbrand, den die Feuerwehr löschen musste. Auch zwei Tanklöschfahrzeuge mussten dafür nach Peitz ausrücken.

An der Ortsverbindungsstraße zwischen Muckrow und Sellessen (Stadt Spremberg/Spree-Neiße) hat sich am Sonnabend ein Osterfeuer verselbstständigt und etwa 100 Quadratmeter Waldboden erfasst.

In Forst (Spree-Neiße) wurde am Abend wegen eines Heckenbrandes der Alarm ausgelöst. Als Ursache wird ebenfalls ein Osterfeuer genannt.

 Paradox, aber wirklsam: Das Dreskaer Osterfeuer ist entflammt permanent unter Wasser gehalten worden, damit die Flammen nicht zur Gefahr werden konnten. Hier hat das gut funktioniert, in einigen Lausitzer Orten musste die Feuerwehr beim Löschen außer Kontrolle geratener Feuer unterstützt werden.
Paradox, aber wirklsam: Das Dreskaer Osterfeuer ist entflammt permanent unter Wasser gehalten worden, damit die Flammen nicht zur Gefahr werden konnten. Hier hat das gut funktioniert, in einigen Lausitzer Orten musste die Feuerwehr beim Löschen außer Kontrolle geratener Feuer unterstützt werden. FOTO: VRS

Eine Rauchsäule, die Ostersonntag um die Mittagszeit in der Nähe der Autobahn bei Beuchow (Oberspreewald-Lausitz) aufgestiegen ist, hat die Lübbenauer Kameraden zum Ausrücken gezwungen. Die Reste eines Osterfeuers haben den starken Qualm entwickelt. Auch in Terpe (Spree-Neiße) waren Reste des Osterfeuers am Sonntag entflammt.

Weitere Einsätze sind in Waldgebieten notwendig geworden. In Lauchhammer-Süd stehen Ostersonntag etwa 7000 Quadratmeter Waldboden in der Nähe der Bahnstrecke zwischen Ruhland und Lauchhammer in Flammen. „Der Brand ist unter Kontrolle“, bestätigt die Leitstelle Lausitz am Nachmittag. Die Löscharbeiten sind beendet. Am Abend erfolgen noch Nachkontrollen, damit sich Brandnester nicht neu entzünden können. Das erklärt  Andreas Neukirch, der in der Leitstelle Lausitz die Nachtschicht übernommen hat.

Seit dem späten Nachmittag sind Löschkräfte auch bei Hohenleipisch (Elbe-Elster) im Einsatz. Dieser ist prekär: Der Waldboden brennt in einem von Munition belasteten Gebiet.

Zwischen Brandis (Schönewalde/Elbe-Elster) und Holzdorf sind am Abend etwa 500 Quadratmeter Wald an einem Badesee in Flammen aufgegangen. Die starke Rauchentwicklung hatte die Einsatzkräfte auf den Plan gerufen. Die Brandursache ist unklar.

In Rückersdorf bei Finsterwalde (Elbe-Elster) ist die Feuerwehr kurz vor Mitternacht gerufen worden, um einen Brand in einem Waldstück zu löschen. Noch viel brenzliger ist die Lage auf etwa 7000 Quadratmetern Fläche im Massower Wald bei Halbe (Dahme-Spreewald) und auf weiteren 700 Quadratmetern bei Münchehofe gewesen. Das Gebiet, auf dem es brannte, ist fast flächendeckend hoch mit Munition aus dem Zweiten Weltkrieg belastet.

 Eine Qualmwolke über Terpe hat Feuerwehren aus Spremberg, Terpe, Schwarze Pumpe und der Lausitz Energie Bergbau Aktiengesellschaft (Leag) am Sonntagmittag zum Löscheinsatz gefordert. 21 Kameraden sind im Einsatz gewesen, um Baumstämme und Euro-Palettenam Energie- und Holzhof in Terpe zu löschen. Hier hatten sich Reste des Osterfeuers vom Vorabend entzündet.
Eine Qualmwolke über Terpe hat Feuerwehren aus Spremberg, Terpe, Schwarze Pumpe und der Lausitz Energie Bergbau Aktiengesellschaft (Leag) am Sonntagmittag zum Löscheinsatz gefordert. 21 Kameraden sind im Einsatz gewesen, um Baumstämme und Euro-Palettenam Energie- und Holzhof in Terpe zu löschen. Hier hatten sich Reste des Osterfeuers vom Vorabend entzündet. FOTO: Detlef Bogott
(kw)