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| 11:17 Uhr

Bundesweiter Vergleich
Lausitz bleibt Autoklau-Hochburg

Jüngster Fang der Polizei: Ein Autodieb wurde am Dienstagmorgen in der Lausitz entdeckt. in Klein Döbbern ließ er den gestohlenen Wagen stehen und lief davon.
Jüngster Fang der Polizei: Ein Autodieb wurde am Dienstagmorgen in der Lausitz entdeckt. in Klein Döbbern ließ er den gestohlenen Wagen stehen und lief davon. FOTO: Bundespolizeidirektion Berlin
Wiesbaden/Cottbus. Bundeskriminalamt legt Bundeslagebild Kfz-Diebstahl vor. Ermittler entdecken neue Tricks. Von Bodo Baumert

Die Zahl der dauerhaft gestohlenen Autos ist in Deutschland leicht zurückgegangen. Das ist die positive Nachricht, die das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag vorgelegt hat. Die schlechte Nachricht: Brandenburg und vor allem die Lausitz bleibt im Fokus der Täter. Rechnet man die Zahl der gestohlenen und nicht wieder gefundenen Fahrzeuge auf die Gesamtzahl der angemeldeten Pkw um, dann ergibt sich ein klares Bild. Berlin und Hamburg bleiben an der Spitze der Bundesländer. Auf Platz drei kommt schon Brandenburg. Die Belastungszahl liegt laut BKA bei 101. Sachsen steht mit 61 deutlich besser da. In beiden Ländern sind es allerdings vor allem die Grenzorte – und Cottbus – die deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen.

Das BKA führt dies „auf die Nähe zu den osteuropäischen Absatzmärkten“ zurück. „Von dort aus werden die gestohlenen Fahrzeuge und Fahrzeugteile auch in weiter entfernte Regionen Zentralasiens, darunter Tadschikistan und Usbekistan, verbracht“, so die Lage-Einschätzung des BKA.

Betrachtet man die Täter, die der Polizei ins Netz gehen, sind es zu 40 Prozent Ausländern – und dabei vor allem Polen. Neuester Trick der Banden: geklaute Autos werden mit geklauten Papieren wieder nach Deutschland gebracht und als Gebrauchtwagen angeboten.