Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Montag, 24. August, über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als Vorsitzende der Konferenz ankündigte. In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie. Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größe solcher privaten Feste zu sprechen. In den Bundesländern gelten bisher unterschiedliche Regelungen. In Berlin zum Beispiel sind zurzeit Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen bei „geselligen Veranstaltungen wie Hochzeiten“ drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern maximal 100.

Brandenburg (Havel)

Angesichts steigender Infektionszahlen gibt es auch Überlegungen, die Maskenpflicht auszuweiten, etwa im Berufsleben und in den Schulen. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte am Wochenende, viele Unternehmen hätten die Maskenpflicht am Arbeitsplatz schon eingeführt. „Das könnte auf jeden Fall ein Schritt sein, der auch bundesweit verpflichtend wird, jedenfalls wenn damit die Schließung ganzer Branchen verhindert werden könnte.“
Die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen war am Wochenende zum ersten Mal seit Ende April wieder auf mehr als 2000 gestiegen. Genau 2034 neue Fälle meldete das Robert Koch-Institut am Samstag. Am Sonntag lag die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Neuinfektionen bei 782. Eine Entspannung des Infektionsgeschehens lässt sich daraus aber nicht ablesen. Der niedrige Wert war zu erwarten, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Auch montags liegt der Wert deshalb häufig noch deutlich unter dem anderer Wochentage.

Rauchmelder löst Fehlalarm in Cottbus aus

Erneut hat ein Rauchmelder einen Fehlalarm ausgelöst. Am Sonntag, 23. August, sind Einsatzkräfte der Feuerwehr in die Senftenberger Straße in Cottbus ausgerückt, weil Nachbarn einen ausgelösten Rauchmelder wahrgenommen haben. Nach Eintreffen konnten die Kameraden aber kein Feuer feststellen, teilt die Leitstelle Lausitz am Montag mit. „Einsätze wie diese, gab es in den vergangenen Wochen und wird es in Zukunft häufiger geben“, sagt Hauptbrandmeister Lutz Freudenberg.
In der Elsterstraße in Brieske sind am späten Sonntagnachmittag zwei Pkw zusammengestoßen. Eine Fahrerin ist daraufhin leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, sagt Polizeisprecher Ralph Meier. Der Schaden wird auf etwa 30 000 Euro geschätzt.

Der Verkehr in der Lausitz

Derzeit liegen für den Schienen- und Straßenverkehr keine Störungsmeldungen vor.

Das Wetter in der Lausitz

Der Montagmorgen beginnt mit Temperaturen um 12 Grad recht frisch. Im weiteren Tagesverlauf wechseln sich Wolken und Sonne ab. Im Norden des Landes ist mit einzelnen Schauern zu rechnen, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Auch kurze Gewitter mit stärkeren Böen sind möglich, bei Höchsttemperaturen zwischen 20 und 24 Grad.