Die Nachricht von Donnerstagmorgen berührt auch rund 24 Stunden später nach viele Cottbuser. in der Juri-Garagarin-Straße ist ein Fahrradfahrer (81) tödlich verunglückt. Mittlerweile liegen erste Details zum Unfall vor. Demnach kam der Radfahrer aus einer Seitenstraße und wurde dann von dem Pkw auf der regennassen Straße erfasst. Trotz intensiver Reanimationsversuche verstarb der 81-Jährige noch am Unfallort.

Eine Woche zuvor hatte es einen ähnlichen Unfall auf der Landstraße bei Bronkow gegeben. Wie die Polizei berichtet, hatte der Fahrer eines Wohnmobils einen Fahrradfahrer (84) übersehen und den Zusammenstoß dann nicht mehr verhindern können. Der 84-jährige Radfahrer aus der Region hatte bei der Kollision schwere Verletzungen erlitten, denen er noch trotz aller Rettungsversuche noch am Unfallort erlag. „Ersten Aussagen zufolge war eine Blendung des Autofahrers durch die tief stehende Sonne als Unfallursache wahrscheinlich“, berichtet Polizeisprecher Lutz Miersch.

Aber auch wenn es glimpflicher ausgeht, leben Radfahrer derzeit gefährlich in der Region. Auf einem Parkplatz in Lübben wurde bei einem Verkehrsunfall am Mittwoch eine Fahrradfahrerin verletzt. Die 25-Jährige war mit einem Pkw zusammengestoßen und hatte sich dabei leichte Verletzungen zu gezogen. Rettungskräfte brachten die Frau zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.

Donnerstagmorgen wurde ein Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall ebenfalls in Lübben verletzt. Der 46-Jährige war mit einem PPkw kollidiert und wurde im Anschluss durch Rettungskräfte zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Fahrradfahrer-Verein ADFC fordert bereits seit Jahren, mehr Sicherheit für Radfahrer zu schaffen. „Täglich stirbt mindestens eine Radfahrerin oder ein Radfahrer auf unseren Straßen und alle halbe Stunde wird eine Person auf dem Rad schwer verletzt. Tendenz steigend, nicht fallend“, betont DFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork.

Ein möglicher Grund für die Unfallhäufung zum Jahresstart in der Lausitz könnte das Wetter sein, das mit viel zu milden Temperaturen – heute sollen es bis zu 11 Grad in der Lausitz werden – zum Radfahren animiert. Der ADFC sieht allerdings vor allem Infrastrukturprobleme als Unfallursache. Stork: „Wir brauchen aufgeräumte Kreuzungen mit guten Sichtbeziehungen – nicht parkende Autos überall. Wir brauchen separate Radwege auf allen Straßen über Tempo 30, damit auch Kinder, Senioren und Neueinsteiger auf dem Rad sicher fahren können.“

Ansonsten ist der Freitagmorgen in der Lausitz ruhig gestartet. Brände und Unfälle gab es nicht. Verkehrsprobleme sind ebenfalls nicht bekannt.