Für die Karnevalisten ist der 11.11. einer der wichtigsten Tage im Jahr: Damit beginnt nämlich die eigentlich um Punkt 11.11 Uhr die fünfte Jahreszeit. Doch 2020 ist einiges anders. Wegen der Corona-Pandemie und des Teil-Lockdows müssen auch die Karnevalisten in der Lausitz und im Elbe-Elster-Land auf ihre traditionellen Rathausstürme verzichten. Da, wo Bürgermeister sonst von kostümierten Jecken um ihre Rathausschlüssel erleichtert wurden, wo gesungen, getanzt und gelacht wurde, da wird es diesmal sehr still und leise sein. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Start der Saison abgesagt. Pfannkuchen ja, Festlichkeiten nein. Und selbst der weitere Saisonverlauf steht für die Karnevalisten noch nicht fest. In Cottbus ist sogar schon der größte Umzug Ostdeutschlands - der Zug der fröhlichen Leute - in Gefahr. Spätestens Anfang Januar soll eine Entscheidung fallen, ob er stattfinden wird.

Corona-Infektionszahlen steigen wieder stärker an

Verantwortlich für den stillen Start in die fünfte Jahreszeit ist das Coronavirus. Nachdem sich am Dienstag die Infektionszahlen etwa auf dem Niveau der Vorwoche bewegten und die Kurve vermeintlich etwas abflachte, steigt sie am Mittwoch wieder stärker an. In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18 487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17 214 gelegen.
Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705 687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 261 auf insgesamt 11 767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454 800 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98).

Neblig-trübe Wetter in der Region setzt sich fort

Das neblig-trübe Wetter in Brandenburg und Sachsen setzt sich auch am Mittwoch fort. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Bei vorübergehenden Auflockerungen im Westen und Südwesten Brandenburgs lokal Nebel mit einer Sichtweite unter 150 Meter nicht ausgeschlossen. Vereinzelt Sprühregen. Höchsttemperatur 6 bis 8 Grad. In der Nacht zum Donnerstag bedeckt, vielerorts Dunst und lokal etwas Sprühregen. Tiefstwerte 6 bis 3 Grad.