Im März wurde er erst entdeckt – jetzt können ihn schon alle sehen: Der Komet Neowise zieht zurzeit seine Bahnen am Lausitzer Nachthimmel. Alle 5000 bis 7000 Jahre kommt er der Erde so nah, dass er mit bloßem Auge zu sehen ist. „Am 23. Juli steht er der Erde am nächsten“, sagt die Wissenschaftlerin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Dann beträgt seine Entfernung nur noch 103 Millionen Kilometer. Doch bis zum 23. Juli müssen Sternengucker nicht warten: Schon jetzt erscheint der Komet morgens gegen 3 Uhr am nordnordöstlichen Sternenhimmel - bevor er von der aufgehenden Sonne überstrahlt wird. Lausitzer Hobbyastronomen sollten sich aber nicht mehr zu lange Zeit lassen mit der Beobachtung, denn “ab dem 18. Juli ist er dann in Deutschland nur noch abends zu sehen“, sagt Liefke. Und dazu kommt, dass ab Mittwoch in Brandenburg und Sachsen Wolken und Regen in der Nacht vorhergesagt werden. Wer den Kometen sehen möchte, sollte also den freundlichen Wochenstart noch nutzen. Entdeckt wurde Neowise erst im März dieses Jahres von dem reaktivierten Weltraumteleskop gleichen Namens.

Ruhiger Wochenstart auf den Lausitzer Straßen

Auf den Straßen startete die Woche relativ ruhig. Die Polizei berichtet nur von einigen Wildunfällen in Südbrandenburg. Auf der A13 sorgte außerdem am Montagmorgen zwischen Duben und Freiwalde (Dahme-Spreewald) ein defekter Lkw für Behinderungen. Reifenteile hatten sich über die Fahrbahn verteilt.
Auch die Leitstelle Lausitz in Cottbus berichtet von einer ruhigen Nacht. Ein zehn Quadratmeter großer Flächenbrand in Welzow sorgte am Sonntagnachmittag für einen größeren Einsatz, das Feuer war aber schnell unter Kontrolle. Gegen 3 Uhr wurden die Rettungskräfte wegen eines Feueralarms im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum gerufen. Vor Ort stellte es sich aber als Fehlalarm heraus.