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| 18:08 Uhr

Modellprojekt
Mehr Leben in Laubst dank Projekt „Kirche Plus“

Erstmals haben sich Mitglieder der Laubster Interessengruppe „Von Oktober bis Ostern“ in der sanierten Kirche ihres Dorfes getroffen. Im Zuge der Sanierung war  die frühere Sakristei in einen Veranstaltungsraum mit Küche verwandelt worden. 
Erstmals haben sich Mitglieder der Laubster Interessengruppe „Von Oktober bis Ostern“ in der sanierten Kirche ihres Dorfes getroffen. Im Zuge der Sanierung war  die frühere Sakristei in einen Veranstaltungsraum mit Küche verwandelt worden.  FOTO: Marion Hirche
Laubst. Sanierte Kirche ist Begegnungszentrum für die Menschen in Dorf und Region geworden Von Marion Hirche

Anja Buchholz, Heike Bundesmann,  Stephanie Handröck, Astrid Schmidt und weitere Laubster Frauen gehören zu den Nutznießern des Projektes „Kirche Plus“.

Denn im Sommer dieses Jahres wurde die Laubster Kirche als „Kirche Plus“, das heißt als Begegnungszentrum für alle Menschen im Dorf und der Region, mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Dankfest feierlich in den Dienst genommen.

Die Frauen sind Mitglieder der Laubster Interessensgruppe „O bis O“. Dahinter verbirgt sich eine Vereinigung von Laubsterinnen, die sich in der Zeit von Oktober bis Ostern in regelmäßigen Abständen treffen, um gemeinsam zu basteln, Handarbeiten durchzuführen, zu kochen und Feste des Dorfes vorzubereiten.

Seit der Gründung des Freizeittreffs vor neun Jahren haben die Frauen bereits ein „Laubster Kochbuch“ veröffentlicht, Kaffeebilder gemalt , sich gegenseitig den Umgang mit der Nähmaschine beigebracht, Tischdekorationen und Adventskränze gebastelt, Servietten gefaltet, Weihnachtsessen gestaltet und einen französischen Abend durchgeführt.

„Jeder trägt etwas zu unserem Programm bei und so soll es bleiben. Heute Abend wollen wir den Plan für 2018/2019 machen. In 14 Tagen werden wir Seife selbst herstellen“, erklärte Anja Buchholz bei einem Treffen vor wenigen Tagen. Erstmals waren die Frauen in der ehemaligen Sakristei der Laubster Kirche zusammengekommen. Die ist zu einer Kombination aus Küche und Veranstaltungsraum umgebaut geworden.

„Dadurch, dass wir hier eine Küche haben, ist das mit dem Seife herstellen besonders gut. Denn in unserem alten Raum hatten wir nur Wasser in den Toiletten“, freute sich Anja Buchholz. Zu den Vorzügen  gehören auch die neuen Sanitärräume, die angebaut wurden. Mit dem Komplex eröffnen sich also auch neue Möglichkeiten.

Natürlich kann auch das Kirchenschiff für  Treffs genutzt werden. Hier werden zum Beispiel Beratungen des Laubster Traditionsvereines „Eiche“ und der Jagdgenossenschaft Laubst/Löschen durchgeführt.

Kulturveranstaltungen finden in der Kirche ebenfalls statt.  So gab es im Rahmen der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ kürzlich ein Konzert mit  Vertreter der Musik-   und Kunstschule des Landkreises Spree-Neiße unter der Überschrift „Bunt sind schon die Wälder“. 

Schon seit mehr als zehn Jahren dient die Laubster Kirche in diesem Zusammenhang als Konzertort.
So konnten auch Tausende von Euros für die Kirchensanierung eingespielt werden.

Denn jahrelang haben die Laubster für ihre Kirche gekämpft, haben jeden nur erdenklichen Weg gefunden, um Geld für die Kirchensanierung zu sammeln. Weil es zahlreiche Spender, die viele Mitstreiter und die vielen „Anpacker“ gab, konnte das ehrgeizige Projekt auch umgesetzt werden.

Doch ganz zu Ende sind solche Projekte  nie. Deshalb wird auch nach Abschluss der Sanierung des Gotteshauses mit dem Turm weiter Geld für neue Vorhaben gesammelt. „Unsere Kirche hatte einmal zwei Glocken. Jetzt haben wir nur eine, hoffen aber darauf, wieder eine zweite finanzieren zu können. Deshalb sind Spenden nach wie vor herzlich willkommen“, ist von der Kirchenältesten Birgit Skorna  zu erfahren.

Die nächste Veranstaltung in der Laubster Kirche für Gäste aus Nah und Fern ist die Hubertusmesse. Sie findet am  Sonntag, 4. November, ab 15 Uhr statt.