| 18:28 Uhr

Spree-Neiße
Landrat soll Widersprüche im Schulantrag ausräumen

Spree-Neiße. SPD trägt Kreistagsbeschluss mit, sieht Standort im Kolkwitzer Zentrum aber weiterhin kritisch.

Der Landkreis Spree-Neiße will – entsprechend dem Kreistagsbeschluss – weiter an der Errichtung der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Kolkwitz festhalten. Dies teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung nach einem Gespräch zwischen Landrat Harald Altekrüger, dem Kreistagspräsidium und den Fraktionsvorsitzenden mit. Es fand am Dienstag statt. Demnach werde der Landrat beauftragt, im Gespräch mit Staatssekretär Thomas Drescher zu erörtern, welche Kriterien noch geklärt werden müssen, damit die Schule am Standort in Kolkwitz genehmigt werden kann.

Das brandenburgische Bildungsministerium hatte Ende Dezember den Antrag des Landkreises als nicht genehmigungsfähig zum Schuljahresbeginn 2018/2019 abgelehnt. Darin mahnte Staatssekretär Drescher unter anderem an, den interkommunalen Abstimmungsprozess fortzuführen. Des Weiteren müssten Widersprüche in der Bedarfsbegründung ausgeräumt werden, heißt es in dem Schreiben. Drescher verweist in diesem Zusammenhang auf die Auswirkungen der neuen Schule für benachbarte Standorte.

Auf Nachfrage der RUNDSCHAU erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Petzold, dass die SPD-Fraktion weiterhin gegen Kolkwitz als Standort für die Gesamtschule sei. Jedoch sei der Beschluss im Kreistag von einer Mehrheit gefasst worden und es sei deshalb richtig, diesen gegenüber dem Land durchzusetzen. Nur wenn die Schule nicht genehmigt würde, müsste man grundsätzlich neu überlegen, so Petzold, der in Kolkwitz lebt.