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| 14:44 Uhr

Original kommt ins Museum
Cottbuser Pyramiden-Geländer wird nachgebaut

Landpyramide Branitz
Landpyramide Branitz FOTO: Claudius Wecke
Cottbus. Geländer aus dem Jahr 1863 wird derzeit restauriert und kommt ins Museum. Von Peggy Kompalla

Das Geländer auf der Spitze der Branitzer Landpyramide kommt ins Museum. Das Original aus dem Jahr 1863 sei zu wertvoll und zu stark geschädigt, als dass es weiter der Witterung ausgesetzt werden kann. Das erklärt Parkleiter Claudius Wecke auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Deshalb bleibt die Pyramide aber nicht nackt. Sie wird mit einer originalgetreuen Kopie gekrönt. Spätestens zu Beginn der neuen Saison zu Ostern soll das Geländer wieder auf der Spitze stehen.

Das filigrane Gitter ziert den Spruch „Gräber sind die Bergspitzen einer fernen neuen Welt.“ Die Landpyramide wurde zwischen 1860 und 1863 errichtet. Sie sollte ursprünglich als Grab für Fürst Pücklers Frau Lucie dienen. Da sie aber bereits 1854 starb und sich auf dem alten Branitzer Dorffriedhof beisetzen ließ, wurde die Landpyramide nie zum Grab. Die sterblichen Überreste der Fürstin wurden 1884 in den Tumulus umgebettet. Damit ist sie mit ihrem Fürsten wiedervereint, der im Jahr 1871 in der Seepyramide sein Grab fand.

Das Original-Gitter wird derzeit in Ortrand im Unternehmen Aust & Köckritz Metallrestaurierung aufgearbeitet. Erst bei diesen Arbeiten zeigte sich die starke Beschädigung, erklärt Claudius Wecke. „Deshalb ist auch erst vor Kurzem die Entscheidung gefallen, dass das Original in die Sammlung kommt und eine Kopie angefertigt wird“, erklärt er.

Die farbliche Fassung mit „Schweinfurter Grün“ wird von der Stiftung selbst übernommen.