"Für uns steht außer Frage, dass wichtige Waldflächen weiter vom Land bewirtschaftet werden." So produzieren laut Oberförsterei Cottbus die 15 000 Beschäftigten fünf Prozent des Gesamtumsatzes der Industrie im Land. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg beschäftige gegenwärtig 2450 Mitarbeiter. Zu den Aufgaben des Betriebes gehören nach den Worten des Forstrates das Überprüfen der Einhaltung des Waldgesetzes, die Beratung und Anleitung privater Waldbesitzer, die Waldpädagogik sowie die Bewirtschaftung des landeseigenen Waldes auf einer Fläche von ungefähr 27 000 Hektar.Arne Barkhausen berichtet: "In der Oberförsterei Cottbus wird auf 3900 Hektar landeseigenem Wald die ökologische Bewirtschaftung vorbildlich umgesetzt." So sei auf einer Fläche von mehr als 350 Hektar die Kiefernnatur verjüngt worden. "Diese jungen Bäume bilden den kommenden Waldbestand und sind gewissermaßen als Gratiskräfte der Natur etabliert worden." Der im Süden Brandenburgs gelegene regionale Wald umfasst laut Statistik eine Gesamtfläche von 95 074 Hektar - mit 44 Prozent Waldanteil gehört er damit zu den waldreichen Landkreisen in Brandenburg. Die prägende Baumart bleibt nach Auskunft des Betriebsteils Peitz die Kiefer, auch wenn ihr Flächenanteil in den vergangenen 20 Jahren um ungefähr zehn Prozent reduziert wurde. "Durch diesen hohen Kiefernanteil ist unsere Region stark waldbrandgefährdet", warnt Forstrat Arne Barkhausen. Deshalb überwache der Betriebsteil Peitz mit 13 Kameras die Wälder in allen Eigentumsformen, um mögliche Gefahren schnell zu erkennen und somit drohende Brandkatastrophen zu vermeiden. Zudem sei es Aufgabe der Forstverwaltung, die Kiefernbestände in Mischwald umzuwandeln - zu dem Eichen, Buchen und Birken zählen. Arne Barkhausen betrachtet den Landeswald als unverzichtbar für die Region: "Auf diesen Flächen wird zum Beispiel wissenschaftliche Forschung betrieben - so können wir Erkenntnisse über das ökologisch vertretbare Vorgehen gegen Schädlingsbefall gewinnen." Auch Brandenburgs Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) will sich nach eigener Aussage für den Erhalt des Landeswaldes einsetzen: "Es ist wichtig, dass wir dieses kostbare Eigentum pflegen." So sei der Wald nach wie vor eine sichere Anlageform, anders als Projekte, die in der Wirtschaftskrise gescheitert sind. René Wappler