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| 01:10 Uhr

Laboranalyse begräbt Anthrax-Verdacht

Cottbus.. Doch kein Anthrax: Als ungefährlich entpuppte sich das Pulver, das Antje Jank, Chefin des Versicherungsbüros am Werner-Seelenbinder-Ring, in einem Brief fand. Nach Analyse im „Gemeinschaftslabor Dr. Thorausch und Dr. Mydlak“ stellt Dr.

Gerald Mydlak fest: „Vermutlich handelt es sich um gewöhnliches Backpulver, auf keinen Fall um eine gefährliche Substanz.“ Gestern konnte Antje Jank wieder ihre Filiale der „Aachener und Münchner Versicherung“ öffnen. Das Büro war für die Dauer der Untersuchung versiegelt worden. „Ich hatte das Pulver zwischen den Urkunden aus dem Briefkuvert entdeckt“ , sagt sie, „der Umschlag sah aus, als hätte ihn jemand nach dem Zukleben wieder geöffnet.“ Noch sei unklar, wer das Pulver in den Brief gegeben hatte. „Vielleicht war es ein böser Scherz.“
Für Mydlak ist es nicht die erste derartige Untersuchung. Er erinnert sich an einen Fall aus DDR-Zeiten: „Bei Mühlberg hatte jemand tote Schafe in der Erde vergraben. Später infizierten sich Tiere aus der Umgebung mit Milzbrand.“ Nach Anschlägen vom September 2001 waren Umschläge mit Anthrax in den USA in Umlauf geraten - deshalb die Vorsicht der Behörden. Der Milzbranderreger Anthrax macht sich erst nach einigen Tagen bemerkbar, 80 Prozent der Infizierten sterben bereits einen bis zwei Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome. (rw)