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Kurt Kerscht

Cottbus.. Vor 25 Jahren, 1981, wurde Kurt Kerscht (Foto/Stadtarchiv) Cottbuser Ehrenbürger. Vor 100 Jahren, am 4. November 1906, kam er in Berlin als Sohn einer Bergarbeiterfamilie zur Welt. In Senftenberg ging er zur Schule, arbeitete danach als Ungelernter in einer Brikettfabrik.


1922 beendete er die Schlosserlehre. Ein Jahr später reihte er sich in den großen Senftenberger Bergarbeiterstreik ein. Es folgten vier Jahre Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. 1928 nahm er eine Arbeit als Transportarbeiter in der Berlin-Stralauer Glashütte auf. 1930 wurde er Mitglied der KPD. Bei einer Flugblattaktion gegen die Naziherrschaft und deren Verbrechen wurde er 1935 verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. 1936 arbeitete er unter Polizeiaufsicht in einem Schrotthandelsbetrieb.
Nach Kriegsende und mehrereren Gelegenheitsarbeiten wurde Kurt Kerscht 1949 Leiter der neu eingerichteten Staatlichen Kontrolle in Senftenberg und ab 1952 Bevollmächtigter dieser Institution zu Plantreue und gegen Vergeudung von Volksvermögen in Cottbus. 1963 bis 1967 war er ein mehrfach ausgezeichneter Mitarbeiter der Arbeiter- und Bauern-Inspektion (ABI) in Cottbus. Kurt Kerscht starb am 20. Juni 1986 in Cottbus. (hhk)