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Kurort Burg macht sich fit für das Jahr 2020

Burg. Das Handlungskonzept Burg 2020 ist einstimmig von der Gemeindevertretung verabschiedet worden. Es enthält Leitlinien für die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung und bildet den Rahmen für Zukunftsprojekte. Ronald Ufer / rur1

Das Konzept wurde in mehrjähriger Arbeit von Gemeindevertretung, Amtsverwaltung, Bürgern und Vereinen erarbeitet. Es basiert auf der Erhaltung der Umwelt und der nachhaltigen Weiterentwicklung von Lebensqualität, Infrastruktur, Tourismus und Wirtschaft. Qualität soll vor Quantität gehen.

Zu den Schwerpunkten zählt neben der Bewahrung der kleinteiligen Strukturen im Kurort und dessen "Natürlichkeit" die Reinhaltung von Luft und Gewässern sowie die Reduzierung von Verkehrslärm und Bodenbelastungen. Bäuerliche Betriebe sollen dafür gewonnen werden, die Landschaftspflege in gleich bleibender Qualität weiterzuführen. Die Handlungsempfehlungen orientieren darauf, das typische Spreewaldbild über mehr biologische Bewirtschaftung, Nachhaltigkeit und Stärkung traditioneller Elemente wie der Heuschober zurückzugewinnen. Anvisiert wird, 2015 einen Markthof zu errichten, um den Produzenten und Landwirten vor Ort bessere Möglichkeiten zum Verkauf ihrer Erzeugnisse zu bieten. Ein Kataster für Ausgleichsflächen soll die Wiedergutmachung von Schäden in der Natur erleichtern.

Die Handlungsempfehlungen seien eine gute Basis für Förderprojekte, sagte Sven Tischer, der in der Amtsverwaltung die Erarbeitung koordiniert hatte. "Das Konzept muss jährlich fortgeschrieben werden, um die Umsetzung zu prüfen und neue Ideen einfließen zu lassen", betonte der Abgeordnete und Mitinitiator Frank Hildebrand. Die parallele Laufzeit mit der neuen EU-Fördermittelperiode sei der richtige Weg zur Umsetzung.