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| 02:33 Uhr

Kurfürst Joachim I. schätzte seinen Rat

Cottbus. Nach fünfeinhalbjähriger Schließzeit gewährt das Cottbuser Stadtmuseum nun seit einigen Monaten im einstigen Bankhaus in der Bahnhofstraße Einblicke in die Vergangenheit. Welche Schätze werden dort gezeigt, und wofür stehen sie? Die RUNDSCHAU will mit ihrer Reihe "Exponate erzählen Geschichten" Lust auf einen Museumsbesuch machen. Ulrike Elsner

"Ab dem 15./16. Jahrhundert lebten die Amtshauptleute, die Cottbus im Auftrag des Landesherrn zu verwalten hatten, auf dem Schloss", erzählt Steffen Krestin, Leiter der Städtischen Sammlungen. Einer der Bedeutendsten unter ihnen war Heinrich von Pack, der 1504 in einer einflussreichen Familie geboren wurde. Seine Vorfahren waren unter anderem Besitzer der Herrschaft Sorau.

"Im November 1535 tritt Heinrich von Pack als Ratgeber und Vermittler in Brandenburg auf", so Krestin. Nach dem Tod des Kurfürsten Joachim I. stritten sich dessen Söhne um das Erbe. Altmark, Mittel- und Uckermark sowie die Prignitz erhielt Joachim II. als Kurfürst, sein Bruder Johann erhielt die Neumark und die Herrschaft Crossen, Sternberg, Züllichau, Sommerfeld, Cottbus und Peitz.

Heinrich von Pack trat im Jahr 1536 seinen Posten als Amtshauptmann von Cottbus und Peitz an. Er starb am 3. Juni 1554. Sein Grabmal befindet sich in der Cottbuser Oberkirche. Es wurde im Stil der Renaissance wahrscheinlich vom Torgauer Bildhauer Georg Schröter angefertigt. Einst im Südanbau untergebracht, befindet es sich heute im nördlichen Seitenschiff.