ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:01 Uhr

Bergbau
Lausitzer Kupferpläne auf Eis

Bereits im Jahre 2009 hatten in der Region um Spremberg Kupfer-Erkundungsbohrungen begonnen.
Bereits im Jahre 2009 hatten in der Region um Spremberg Kupfer-Erkundungsbohrungen begonnen. FOTO: Z1022 Patrick Pleul / dpa
Cottbus. Der Abbau des Buntmetalls ist nicht in Sicht. Wirtschaftsminister sieht trotzdem Perspektive. Von Christian Taubert

Bis zum Kupferabbau in der Lausitz werden noch Jahre vergehen. Doch das Vorhaben der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH ist nicht gestorben. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) räumt in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Potsdamer Landtag ein, „dass die Förderung auch weiterhin nicht in Sicht ist“. Aber KSL habe 2017 einen Antrag auf ein Raumordnungsverfahren eingereicht.

Während Gerber daraus schlussfolgert, dass der Bergbaukonzern Minera S.A. das Projekt weiterverfolge, ist Grünen-Bergbauexpertin Heide Schinowsky ernüchtert. Die Grünen würden einer Förderung offen gegenüberstehen. Da fossile Rohstoffe wie Kupfer für die stoffliche Nutzung weiterhin gebraucht würden, „besteht in Deutschland die Möglichkeit, die Einhaltung von hohen Sozial- und Umweltstandards durchzusetzen“.

Die KSL GmbH besitzt eine Konzession zum Abbau des wertvollen Buntmetalls im Gebiet Spremberg, Graustein, Schleife. Um sie nicht zu verlieren, müssen in einem bestimmten Zeitfenster Planungsschritte nachgewiesen werden. Anfang 2018 hat es beim Landesbergamt in Cottbus eine Besprechungsrunde zum Raumordnungsverfahren mit dem Antragsteller und der Landesplanung gegeben. Wie Angelika Seidemann vom Landesbergamt gegenüber der RUNDSCHAU erklärt, sei „der Antrag weiter zu qualifizieren“.

Bei Spremberg sollen etwa 1,9 Millionen Tonnen Kupfer lagern. Nach Angaben des Ministers ist Minera S.A. weiter bemüht, finanzkräftige Investoren zu gewinnen.