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Kunstfotografie mit Wood-Effekt

Bernd Voigt vor seinen besonderen Landschaften.
Bernd Voigt vor seinen besonderen Landschaften. FOTO: Adelheid Floß
Cottbus.. Mit technischer Raffinesse fotografiert und bearbeitet der Cottbuser Bernd Voigt seine Bilder, die derzeit im SPD-Bürgerbüro in der Cottbuser Mühlenstraße 17 in einer Ausstellung gezeigt werden. Die Infrarotfotografie begeistert den Hobbyfotografen seit mehreren Jahren. Adelheid Floß

Mit einem Schwarzfilter vor der Linse des digitalen Fotoapparates zieht er in die Landschaft. Er hält fest, was ihn interessiert. Doch erst am Computer zu Hause könne er sehen, was er da eigentlich abgelichtet hat. „Die Spannung ist immer mit dabei“ , erzählt Bernd Voigt. Mit dem unsichtbaren Licht zu arbeiten, bringe eine ganz andere Sicht auf die Umgebung.
Der Wood-Effekt, der Voigts Bilder prägt, ist ein Phänomen der Infrarotfotografie. Er ist benannt nach seinem Entdecker, dem amerikanischen Physiker Robert Williams Wood. In der Natur wird der blaue Himmel schwarz wiedergegeben, da er kein Infrarotlicht reflektiert. Blätter, Bäume und Wiesen erscheinen weiß, weil Chlorophyll das Infrarotlicht reflektiert.
Schirmherrin der Ausstellung, Landtagsabgeordnete Martina Münch (SPD), sagte zur Ausstellungseröffnung: „Die filigrane, feine Darstellung der Landschaft berührt, lässt die Seele des Künstlers erkennen.“ Worte, die neben einem der Ausstellungsbilder zu finden sind, beschreiben seine Gefühle: „Regen prasselt, ich gleite von einem Traum in den anderen, fremde Wesen führen mich in ätherische Weiten.“
Bernd Voigt nutzt die Farben Schwarz und Weiß in der Gestaltung seiner Fotografien. „Schwarz gibt es bei mir in den verschiedensten Varianten“ , erklärt er. Er mische am Computer die Pixel, mit Blautönen, für Kühle, mit Rottönen für Wärme. Kein Bild sei wiederholbar, betont der Künstler. Wenn er es bearbeitet und als großes Bild ausgedruckt habe, bliebe es ein Unikat.
Bernd Voigt, im Jahr 1959 in Hoyerswerda geboren, lebt seit dem Jahr 1981 in Cottbus und arbeitet als Maschinist im Kraftwerk Jänschwalde. Seine Freizeit widmet er der Fotografie. Das sei Entspannung, ein Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit. Er gehe gerne zu Fuß durch den Spreewald, habe im Branitzer Park immer wieder Ecken, die er aufsucht. In der Kunstfabrik vom Ewerk bilde er sich weiter, finde viel Anregung, um die Bilder auch verkaufen zu können.
Alle Werke, die zwei Monate in der Mühlenstraße 17 zu sehen sind, können gekauft werden.