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| 07:59 Uhr

Mahnwache auf dem Altmarkt
Kunstaktion Wölfe gegen Hetze kommt nach Cottbus

Ein Bronze-Wolf des Künstlers Opolka steht mit Hitlergruß vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz. Mit der Kunstaktion will der Künstler nun auch in Cottbus gegen rechten Hass und Gewalt protestieren.
Ein Bronze-Wolf des Künstlers Opolka steht mit Hitlergruß vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz. Mit der Kunstaktion will der Künstler nun auch in Cottbus gegen rechten Hass und Gewalt protestieren. FOTO: dpa / Jan Woitas
Cottbus. Mit einer Mahnwache auf dem Cottbuser Altmarkt will der Bildhauer Rainer Opolka gegen Gewalt und Hass demonstrieren. Am heutigen Mittwoch werden vier Bronze-Wolfsplastiken dort aufgestellt.

Auf dem Cottbuser Altmarkt stellt der Bildhauer Rainer Opolka am Mittwoch (ab 12 Uhr) bis Donnerstag (19 Uhr) vier Bronze-Wolfsplastiken und Infotafeln auf, wie der brandenburgische Künstler ankündigte.

Er zeigte schon in einigen deutschen Städten die Bronzewölfe, zuletzt vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz in Sachsen. Hintergrund war, dass dort der gewaltsame Tod eines 35-jährigen Deutschen im August zu einer Reihe ausländerfeindlicher Proteste und Demonstrationen rechter Gruppierungen geführt hatte.

Die Mahnwache in Cottbus richtet Opolka gegen eine nach seinen Angaben zunehmende Radikalisierung in der AfD. Die Partei steht unter Druck, weil die Verfassungsschutzämter der Länder Material sammeln, um voraussichtlich noch in diesem Jahr über eine etwaige Beobachtung der Partei zu entscheiden.

Am Wochenende hatte sich AfD-Chef Alexander Gauland auf einem Parteitag der brandenburgischen AfD für einen klaren Trennungsstrich zwischen der Partei und Rechtsextremisten ausgesprochen. Er sagte: „Nazis gehören nicht in diese Partei.“

Der Partei wird von Gegnern immer wieder eine große Nähe zu Rechtsextremisten vorgeworfen. So waren AfD-Funktionäre bei Demonstrationen in Chemnitz ebenso wie Rechtsextremisten.

Auch in Cottbus sind auf rechtsgerichteten Demos des Vereins „Zukunft Heimat“ in den vergangenen Monaten AfD-Anhänger ebenso wie Vertreter vom fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis aus Dresden gewesen. Auch Rechtsextremisten mischten sich nach Polizeiangaben vereinzelt unter die Demonstranten.

(dpa/gro)