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| 16:59 Uhr

Neu bei der Kleinen Komödie Cottbus
Komödie mit Tempo und Spielwitz

Probe mit Regisseur Regisseur Reinhold Koch und den Schauspielern Thomas Kressmann, Suzanne Kockat und Thomas Hinrich (v.l.). ⇥Foto: Elsner
Probe mit Regisseur Regisseur Reinhold Koch und den Schauspielern Thomas Kressmann, Suzanne Kockat und Thomas Hinrich (v.l.). ⇥Foto: Elsner FOTO: Elsner / LR
Cottbus. Bei der TheaterNative C hat am 7. März die Boulevardkomödie „Die Auster“ Premiere.

An lauen Sommerabenden, im Advent und rund um den Frauentag zieht es die Cottbuser traditionell in Scharen in die TheaterNative C. Deshalb dürfte es kein Zufall sein, dass der neue Theaterleiter Hauke Tesch die erste Premiere nach seinem Amtsantritt auf den Vorabend des 8. März gelegt haben. „Die Auster“ von Didier Caron ist „eine Komödie mit sehr viel Tempo und Spielwitz, die den Zuschauer zum Mitdenken auffordert und dabei sehr amüsant ist“, verspricht Tesch.

Eigentlich hatte der neue Chef selbst Regie führen wollen. Nun räumt er ein, das Arbeitspensum des Theaterleiters in der Zeit des Umbruchs unterschätzt zu haben. Doch mit Reinhold Koch hat kein Unbekannter die Aufgabe übernommen. Der Schauspieler und Regisseur war lange Zeit am damaligen Stadttheater Cottbus engagiert. Heute betreibt er in Weimar eine eigene Theateragentur.  „Die TheaterNative C hat meine volle Unterstützung“, sagt der erfahrene Theatermann, „weil es eine Stadt mit einer so reichen Theaterlandschaft verdient, ein reines Komödienhaus zu haben. Und weil ich Hauke Tesch mit seinem Qualitätsanspruch voll unterstütze.“

„Die Auster“ beweist, dass Boulevardtheater und Anspruch keine unvereinbaren Gegensätze sind. Die Geschichte dreht sich um den frisch  pensionierten Bernard, der krankhaft eifersüchtig ist. Als der Name Olivier wiederholt im Terminkalender seiner Frau auftaucht, glaubt er, einem Nebenbuhler auf die Schliche gekommen zu sein. Tief verletzt geht er zum Gegenangriff über und erfindet eine Geliebte, um Viviane eifersüchtig zu machen. Doch die durchschaut ihn.  Sie tut, als sei Olivier – in Wahrheit ein Kollege – ihr Liebhaber und fordert Bernard auf, ihr seine „Geliebte“ vorzustellen. Daraufhin engagiert Bernard die Schauspielerin Cindy und die Sache eskaliert.

Es spielen Susann Toni Wagner (Viviane), Suzanne Kockat (Cindy), Thomas Hinrich (Bernard) und Thomas Kressmann, der eine Woche vor der Premiere für den grippekranken Norbert Hülm eingesprungen ist.

Kressmann, sechs Jahre lang am Cottbuser Theater engagiert und heute freischaffender Schauspieler in Dresden, erinnert sich gern an seine Rolle in „Wo die Liebe hinfällt“ bei der TheaterNative C. „Das war ein hervorragendes Team. Die Arbeit hat wirklich Spaß gemacht“, sagt er.

Als Bernard ist Thomas Hinrich zu erleben. Der Schauspieler, der in Caputh bei Potsdam lebt, hat unter anderem in Magdeburg, Halle, bei den Störtebeker-Festspielen und auf der Aida gearbeitet.  Interessant an der Aufgabe in Cottbus sei für ihn,  „hier spielen und Figuren entwickeln“ zu können sowie die positive Antwort auf die Frage: „Gibt’s hier eine Zukunft?“

Unter den vier Darstellern am  längsten mit der Kleinen Komödie verbunden ist Suzanne Kockat. Seit 14 Jahren ist die Berlinerin, die jetzt in Spremberg lebt, Stammgast bei der TheaterNative C, spielt außerdem unter anderem im Radeberger Biertheater und bei den Krabatfestspielen in Schwarzkollm. „Am Anfang fand ich Cottbus furchtbar“, gesteht die Schauspielerin. „Doch dann habe ich gemerkt, dass ich an einzelne Punkte mein Herz verliere.“ Dazu gehören die hohe Dichte von Theatern – sogar ein Pferdetheater gibt es – und die vielen anderen Freizeitmöglichkeiten.

„Das neue Stück ist kein Tschechow und kein Brecht“, räumt Thomas Hinrich ein. „Aber ein feiner Humor“, verspricht Reinhold Koch.

Premiere: 7. März, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 11. März, 16 Uhr, und 15. März, 19.30 Uhr.

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