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Evan Christ räumt Fehler ein
Evan Christ antwortet auf Vorwürfe

Evan Alexis Christ sieht sich der Kritik seiner Solisten ausgesetzt. Foto: Marlies Kross
Evan Alexis Christ sieht sich der Kritik seiner Solisten ausgesetzt. Foto: Marlies Kross FOTO: Marlies Kross
Cottbus. Erstmals reagiert der Generalmusikdirektor des Staatstheaters in Cottbus auf Vorwürfe der Opernsolisten. Diese berichten über Beschimpfungen und Demütigungen durch Evan Alexis Christ. Leitung des Staatstheaters gibt Christ allerdings Rückendeckung. Von Ida Kretzschmar

„Wirbel im Staatstheater“ verursacht ein Brief von zwölf Gesangssolisten des Staatstheaters Cottbus, in dem Sie Kritik an den Arbeitsmethoden des Generalmusikdirektors üben und eine Reihe von Vorkommnissen auflisten, die von Beschimpfungen bis zu Bedrohungen reichen.

In einem Interview mit der RUNDSCHAU äußert sich Evan Alexis Christ nun zu den Vorwürfen. „Ich will Wirbel, initiiere sie sogar. Dabei geht es mir nicht um Misstöne, sondern darum, dass die Musiker aus ihrem Status Quo herauskommen und sich verändern“, sagt er.

Sein Job bedeute: fordern. Nur so habe er das Philharmonische Orchester zu einem Spitzenorchester entwickeln können. Das Bemühen um künstlerische Qualität müsse auf beiden Seiten entwickelt sein. Sonst könnten Konflikte entstehen.

Gleichzeitig räumt er Grenzüberschreitungen ein und ein paar Mal unter die Gürtellinie gezielt zu haben. „Es gab Momente, wo ich über das Ziel hinaus geschossen bin. Das tut mir leid“, gibt er zu. Andererseits weist er auch Vorwürfe zurück, die aus seiner Sicht nicht der Wahrheit entsprechen. „Ich bin nicht nachtragend und hoffe, im Ringen um künstlerische Qualität künftig Missverständnisse vermeiden zu können“, betont der Generalmusikdirektor.

Der Geschäftsführende Direktor des Staatstheaters und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, Martin Roeder, hatte am Mittwoch bekräftigt, dass die Leitung des Staatstheaters hundertprozentig hinter der Arbeit des Generalmusikdirektors steht.

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