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| 14:01 Uhr

Theaterjugendclub
Sonderpreis „Nah Dran!“ geht ans Cottbuser Piccolo und nach Weimar

Cottbus. Was hat das Amateurtheater einem zunehmenden Rechtspopulismus, einer polemischen Sprache und extremistischen Ansichten entgegenzusetzen? Antwort auf diese Frage gaben 19 Theatergruppen aus ganz Deutschland, die sich um den Sonderpreis „Nah Dran!

“ für Demokratietheater beworben haben. Der Bund Deutscher Amateurtheater und das Institut für Beratung, Begleitung und Bildung initiierten den mit 2000 Euro dotierten Preis, der im Rahmen der Galaveranstaltung zum Deutschen Amateurtheaterpreis amarena am 29. September in Leipzig vergeben wird. Zwei Gruppen, das Piccolo Theater Cottbus mit der Inszenierung „KRG.“ und stellwerk weimar mit „Wilhelm Tell – Versuche“ werden sich den erstmals ausgeschriebenen Preis teilen. „Es war äußerst spannend, wie individuell die Theatergruppen interpretierten, was gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Förderung demokratischer Gesprächskultur bedeuten und wie sie diese in ihrer Arbeit umsetzen“, urteilte die Fach-Jury. Bei beiden Preisträgern verhandeln die jungen Darsteller in zwei unterschiedlichen exemplarischen Ansätzen auf der Bühne die Frage: ,Was ist Demokratie und wie können wir miteinander kommunizieren?’“

Während das Piccolo Theater Cottbus in „KRG.“ aktuelle Befürchtungen, Ängste und den Unmut von Bürgern zur Asyl- und Migrationssituation aufgreift und das Publikum, unterstützt von chorischen und choreografischen Mitteln, damit konfrontiert und zur Auseinandersetzung anregt, nähert sich stellwerk weimar mit „Wilhelm Tell – Versuche“ dem Publikum und verwickelt es in Gedankendiskurse.

Es ist von den Initiatoren des Wettbewerbs gewünscht, dass die Preisträger-Ensembles mit ihren Theaterformaten neue Formen der Kommunikation und Interaktion in Gang zu setzen, gerade dort, wo in aktuellen Debatten und gesellschaftlichen Zusammenhängen immer mehr Stillstand und Sprachlosigkeit herrschen. Die Gruppen geben im Rahmen eines Diskussions-Forums beim amarena-Festival in Leipzig einen Einblick in ihre Arbeit, dazu ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

28. September, 16:30 Uhr, Kulturfabrik Leipzig, Werk 2, Halle 5