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| 10:37 Uhr

RUNDSCHAU-Kinderreporter in Aktion
Wie hoch ist die Wasserrakete von Alfons Zitterbacke wirklich geflogen?

 Die RUNDSCHAU-KInderreporter Elisabeth (3.v.l.) und Alma (2.v.r.) interviewen im Weltspiegelkino Cottbus X-Filmverleih-Vorstand Martin Kochendörfer (l.), KInderdarsteller Leopold Ferdinand Schill (2.v.l.) und Lisa Moell, unterstützt von RUNDSCHAU-Reporter Daniel Steiger (r.).
Die RUNDSCHAU-KInderreporter Elisabeth (3.v.l.) und Alma (2.v.r.) interviewen im Weltspiegelkino Cottbus X-Filmverleih-Vorstand Martin Kochendörfer (l.), KInderdarsteller Leopold Ferdinand Schill (2.v.l.) und Lisa Moell, unterstützt von RUNDSCHAU-Reporter Daniel Steiger (r.). FOTO: Tino Schulz
Cottbus. Die Aufregung hält sich in Grenzen. Denn die RUNDSCHAU-Kinderreporter Elisabeth und Alma haben den Kinofilm „Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück“ schon gesehen und vor gut vier Wochen erst Checker Tobi, der Kindern im Fernsehen die Welt erklärt, nach allen Regeln der Kunst des Befragens ausgequetscht. Aufgeschrieben von Kathleen Weser

Im Cottbuser Weltspiegelkino nehmen die Mädchen äußerlich absolut cool zwischen Kinderdarsteller Leopold Ferdinand Schill (11), der als Benni und damit bester Freund von Alfons Zitterbacke zu sehen ist, und Lisa Moell (13), als Freundin Emilia zu erleben, Platz und bringen charmant und unterhaltsam in Erfahrung:

Ist Leopold, der im Film ausgesprochen selbstsicher und juristisch einwandfrei erklärt, warum sein bester Freund auch wegen unkorrekten Verhaltens nicht vom legendären Fluggeräte-Wettbewerb ausgeschlossen werden darf, auch im wahren Leben der Klassenbeste?

Leopold Schill: Leider nicht. Aber ich wäre es gern.

War die Explosion im Chemieraum echt, und ist da wirklich etwas kaputt gegangen?

Leopold Schill: Das war nicht echt. Und alles am Set ist ganz geblieben. Die Maske war sehr aufwendig für diese Szene. Wir wurden umgeschminkt. Und das hat lange gedauert und war sehr anstrengend.

Regisseur Mark Schlichter: Wir haben den Ausgang des Experiments, die Explosion im Schulgebäude, ja nur von außen gezeigt. Der Qualm und Schmutz kommen aus einem großem Trichter, aus dem eine starke Windmaschine alles herausschleudert. Beim Film wird mit Tricks gearbeitet.

Kennt ihr die alten Bücher und Filme von Alfons Zitterbacke?

Lisa Moell: Das Buch habe ich nicht gelesen, den Film habe ich gesehen.

War der Riesen-Wackelpudding beim Fluggeräte-Wettbewerb echt?

Leopold Schill: Das war eine Gelantine. Essbar ist nur das Stück gewesen, das Herr Flickendorf (der Lehrer, mit dem Alfons Zitterbacke so seine Probleme hat) wirklich gegessen hat.

Wollt ihr weiter schauspielern?

Lisa Moell: Ja, ich will Schauspieler werden, aber auch noch einen anderen Beruf erlernen.

Leopold Schill: Ich möchte im richtigen Leben kein Anwalt, dafür auch Schauspieler werden. Aber einen Nebenjob brauche ich auch, wenn’s mal nicht so läuft.

Wie hoch ist die Wasserrakete, die Alfons und seine Freunde gebaut haben, wirklich geflogen?

Leopold Schill: Sie ist nur ganze acht Zentimeter hoch geflogen und dann umgefallen. Die Rettung für den Film war der Computer.

Das Mobbing im Schwimmbad fand ich besonders schlimm, als Alfons und sein Rucksack ins Wasser geworfen wurden. Habt ihr so etwas auch schon erlebt?

Lisa Moell: Ich selbst zum Glück nicht. Aber in meiner Schule gab es schon Mobbing gegen Schüler. Freunde haben das auch schon erlebt.

Benni hat im Film rote Locken, sind die echt?

Leopold Schill: Für den Film wurde mein Haar getönt. Jetzt ist alles wieder Natur.

Regisseur Martin Schlichter: Der rote Schopf gehört zur Idee der Filmfigur, das steht so im Drehbuch. Ich finde, das Rot stand ihm auch gut.

Wie wird man Kinderdarsteller?

Regisseur Martin Schlichter: mit einer normalen Bewerbung für ein E-Casting. Kindercasting-Agenturen gibt es in Deutschland nicht so viele. Im Internet sind die Informationen zu finden (www.kindercasting.com). Mit einem Video zur eigenen Person und einer Handy-Aufnahme mit einer Szene stellt man sich vor. Tilmann Döbler, der Alfons-Zitterbacke-Darsteller, hat die Betrunken-Szene großartig gespielt und uns damit gewonnen. Er hat schon in anderen Filmen gespielt und mit „Zuckersand“ den Grimme-Preis erhalten. Die Auswahl der Darsteller erfolgt in einem mehrstufigen Casting.

Wie ist das während des Drehens mit der Schule?

Lisa Moell: Wir haben während der ganzen Sommerferien gedreht.

Regisseur Mark Schlichter: an 35 Tagen. Das ist anstrengend. Eine Magengrippe und ein Sturz haben uns zwei Tage zurückgeworfen.

Kanntet ihr Alfons Zitterbacke vorher?

Lisa Moell: Wir habe uns beim Casting erstmals getroffen.

Leopold Schill: Ich kannte Tilmann schon. Wir sind schon in einem anderen Film beste Freunde gewesen.

Wie oft werden die Szenen gedreht, und welche war am schlimmsten?

Leopold Schill: Wir haben alle Szenen ganz oft gedreht. Die längste war die vor der Haustür bei Zitterbackes. Als ich der Mutter den langen Vortrag halten musste, warum Alfons nicht vom Fluggeräte-Wettbewerb ausgeschlossen werden darf, habe ich mich laufend verhaspelt.

Regisseur Mark Schlichter: Jede Szene ist drei- bis viermal gedreht worden. Im schlimmesten Fall war das 30 Mal. das ist sehr anstrengend und harte Arbeitszeit.

Habt ihr auch Spaß, den Film selbst zu sehen?

Leopold Schill: Vor allem die Reaktionen im Publikum zu sehen, macht Spaß.