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Max Langer
Oberlausitzer Malereien in Dissen

Max Langer mit einigen seiner Bilder.
Max Langer mit einigen seiner Bilder. FOTO: Museum
Dissen. Das Heimatmuseum Dissen zeigt anlässlich des 120. Geburtstages von Max Langer Werke unter dem Titel: "Max Langer – Hinter Glas – Ein Oberlausitzer Maler in der Niederlausitz". red/dst

Max Langer wurde am 12. Juli 1897 in Spitzkunnersdorf geboren und stammt aus einer Oberlausitzer Weberfamilie. Er lernte, wie seine drei Brüder, bei seinem Vater das Malerhandwerk. Von 1917 bis 1921 studierte er an der Kunstgewerbeakademie in Dresden bei Prof. Paul Rößler. Die Inflation zwang ihn, sein Studium aufzugeben.

Es folgten Jahre der Wanderschaft durch Oberbayern und Mecklenburg, bevor er in seine Heimat, die Oberlausitz, zurückkehrte.

1949 auf der II. Deutschen Kunstausstellung in Dresden war er mit drei Ölbildern vertreten und wurde in der Einschätzung seiner Werke "als einzige künstlerische Entdeckung” (Fritz Löffler) bezeichnet.

Im Winter 1956/57 arbeitete er an seinem Hauptwerk, dem Zyklus "Ein Lausitzer Weberleben", der aus 35 Blättern in der Gouachetechnik besteht und heute im Dresdner Kupferstichkabinett aufbewahrt wird.

Seit 1945 beschäftigte sich Max Langer - inspiriert von alten Rahmen - auch mit der Hinterglasmalerei. "Durch die schöpferische Übernahme dieser alten Volkskunsttechnik gelingen ihm Werke von erstaunlicher Bildhaftigkeit. Seine erlebnisgesättigte Fantasie, sein hintergründiger Humor und sein treffsicheres Gestaltungsvermögen vereinigen sich in dieser Technik zu glücklicher Synthese.” (Prof. Bachmann)

1979 erschien der Bildband "Max Langer - Mein Lausitzer Guckkasten”. Der Dresdner Dichter und Freund Manfred Streubel schrieb Gedichte zu Langers Bildern.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Max Langer 1981 mit dem "Kunstpreis der Oberlausitz” gewürdigt. Langer starb am 3. Mai 1985 in Niederoderwitz.

In der Dissener Ausstellung sehen Gäste Leihgaben des Heimatmuseums Stadt Herrnhut, der Städtischen Museen Zittau, des Deutschen Damast- und Frottiermuseums Großschönau, der Max-Langer-Erben und aus anderem Privatbesitz. Die Schau ist vom 24. September bis 26. November zu sehen. Ausstellungseröffnung ist am 24. September um 15 Uhr.