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| 17:35 Uhr

Im Brandenburgischen Landesmuseum
Literatur & Debatte im Dieselkraftwerk

Anja Panse
Anja Panse FOTO: PR
Cottbus. (red/ik) Eine weitere Folge von „Literatur & Debatte“ gibt es am 13. November, 19 Uhr, im Dieselkraftwerk Cottbus. Diesmal steht Thomas Nufers Theaterstück „heim.weh.“ im Mittelpunkt. Die Journalistin Ulrike Meinhof und spätere Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion führt darin ein Interview mit der ehemaligen Heiminsassin Irene Treber.

Nur zögerlich spricht Irene über ihre schrecklichen Erlebnisse in dem Kinderheim, in dem sie Jahre ihres Lebens zubrachte. Das Stück wirft Fragen auf: Waren erzieherische Nazi-Methoden in Kinderheimen gang und gäbe? Haben die (West)Deutschen in Zeiten des Wirtschaftswunders absichtlich weggesehen? Im Laufe des Gespräches beginnt Ulrike Meinhof an dem Wert ihrer Arbeit zu zweifeln und ihre politische Haltung kippt später ins Radikale. Die Regisseurin Anja Panse und der Journalist Thomas Klatt diskutieren mit dem Publikum moralisch-ethische Aspekte des Theaterstücks: Weshalb sehen Menschen offensichtlichem Unrecht tatenlos zu? Sind wir uns selbst entfremdet, wie der Psychologe Arno Gruen behauptet? Fehlt den Menschen Empathie? Aber auch der Frage nach der Radikalisierung Ulrike Meinhofs, die als anerkannte Journalistin begann, soll nachgegangen werden. Weshalb sah sie in ihrer journalistischen Tätigkeit keinen Sinn mehr?

Dienstag, 19 Uhr, dkw. Szenische Lesung mit Anja Panse (Fotos: pr/ v.l.) und Anna Keil, Schauspielerin in Leipzig.

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SAMSUNG FOTO: pr / PR