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Jubiläum
„Das ist meine Familie“

Der Frauenchor Cottbus, der in diesem Jahr sein 40. Jubiläum in der Martinskirche Madlow feierte, ist Stammgast bei „Lieder im Advent“.
Der Frauenchor Cottbus, der in diesem Jahr sein 40. Jubiläum in der Martinskirche Madlow feierte, ist Stammgast bei „Lieder im Advent“. FOTO: Peter Krumpelt
Cottbus. Der Niederlausitzer Sängerkreis lädt zu den 25. „Liedern im Advent“ in die Stadthalle Cottbus. Von Peter Blochwitz

25! Die „Lieder im Advent“, das Weihnachtskonzert des Niederlausitzer Sängerkreises, gehen in diesem Jahr zum 25. Mal in der Stadthalle Cottbus über die Bühne. Dass dieses Jubiläum einmal zu erreichen wäre, war im Jahr 1993, als die erste Veranstaltung stattfand, nicht zu ahnen. Aber es ist offensichtlich, dass die Chöre des Sängerkreises die „Lieder im Advent“ lieben, also alle Jahre wieder wollen und auf die Beine stellen. Und das Publikum hält ihnen die Treue, jede Veranstaltung hat etwa 600 Besucher. Auf einen dritten Punkt weist Vera Schmidt, Vizepräsidentin des Brandenburgischen Chorverbandes, immer wieder hin: „Ein großer Dank geht an die Congress Messe und Touristik GmbH, dass sie uns die Stadthalle immer wieder zur Verfügung stellt. Das ist nicht hoch genug einzuschätzen. Eine derartige Zusammenarbeit ist bundesweit wohl einmalig.“

Vera Schmidt leitet überdies den  Frauenchor Cottbus, einen Stammgast bei den „Liedern im Advent“, der 2017 sein eigenes Jubiläum feiert – er besteht nun seit 40 Jahren. „Vera ist schon streng, aber dann kommt immer mal wieder ein Späßchen“, berichtet Birgit Schubert, die seit zwölf Jahren im Frauenchor singt. Vera Schmidt dazu: „Spaß muss das Singen natürlich machen, trotzdem muss ja auch was fertig werden.“ Wer einen Chor leitet, brauche nicht nur fachliches Können, ergänzt sie: „Ganz viel Empathie. Man merkt schon beim ersten Kanon, ob die Stimmung gut ist.“ Nicht selten ist auch Geduld gefragt: „Machmal dauert es auch zwei, drei Jahre, bis ein Titel aufführungsreif ist.“

Man darf eben nicht vergessen, dass hier keine Profisänger am Werk sind, sondern Menschen, die in in ihrer Freizeit gern singen und eine soziale Gemeinschaft um sich haben wollen. „Es sagen viele: Das ist meine Familie“, erklärt Birgit Schmidt, die schon als Schülerin sang und in den Frauenchor eintrat, nachdem sie in Rente gegangen war. „Man unternimmt viel  gemeinsam, feiert die Geburtstage, macht Ausflüge... Dieses Zusammensein ist sehr wichtig und sehr schön.“

Das gilt auch chorübergreifend. Bei den „Liedern im Advent“ wird es auch in diesem Jahr wieder Projektchöre geben. Sie vereinen Sängergruppen, die jede für sich zu klein sind für die  große Stadthallenbühne. „Solche Projektchöre stärken auch den Zusammenhalt innerhalb des Sängerkreises“, weiß dessen Vorsitzender Günter Wolf.

So sind in diesem Jahr   im Großen Frauenchor des Niederlausitzer Sängerkreises zu erleben der Spremberger Stadtchor, die „Sangesfreude“ Ströbitz und der Frauenchor Cottbus, der zudem gemeinsam mit der „Sangesfreude“, dem Männerchor Peitz und dem Deutsch-Sorbischen Chor Sielow im Großen gemischten Chor auftritt. Außerdem dabei sind die Chorvereinigung „Liederkranz“ Groß Gaglow, der Volkschor Cottbus und der Volkschor Kolkwitz. Als Gäste hat sich der Sängerkreis eingeladen die tanzenden Mädchen und Jungen vom Kinder- und Jugendensemble „Pfiffikus“, als Rezitatoren die „Pfiffiküsse“ Oliver Kettlitz und Fabian Löschke, Harfensolistin Larissa Klaus vom Konservatorium Cottbus und  Bläser vom Blasensemble Cottbus. Es moderiert Alexandra Baude, als Überraschungsgast erscheint der Nikolaus. Insgesamt werden es wieder etwa 300 Mitwirkende sein.

„Lieder im Advent“: 10. Dezember, 15 Uhr, Stadthalle Cottbus. Tickets gibt es beim Cottbusservice in der Stadthalle (Telefon 0355/7542 444).