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| 15:45 Uhr

Cottbus
Hörspielabend im Dieselkraftwerk

Das Produktionsteam von „Detzman Walking“
Das Produktionsteam von „Detzman Walking“ FOTO: Momo Kohlschmidt
Cottbus. Uraufführung von Kai-Uwe-Kohlschmidt-Zeitreise.

Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus lädt am Donnerstag, 7. Juni, 19 Uhr, im Dieselkraftwerk  zur öffentliche Uraufführung des rbb-Hörspiels „Detzman Walking“ und des Deutschlandfunk-Features „Das bin doch bloß ich“ von Kai-Uwe Kohlschmidt ein. Anwesend sind an diesem Abend außerdem das Expeditionsteam und die Künstler der Künstlergruppe Mangan25, die ebenfalls an der anschließenden Gesprächsrunde teilnehmen werden.

 Das Hörspiel „Detzman Walking oder Die Verwandlung des Hermann Detzner“ von Kai-Uwe Kohlschmidt beschäftigt sich mit Hermann Detzner, der als Vermessungsoffizier in der Kolonie Deutsch-Neuguinea tätig war. Sieben Monate ist er bereits im Hochgebirgsdschungel unterwegs als er im November 1914 die Nachricht erhält, dass inzwischen der Erste Weltkrieg ausgebrochen sei und Australien die deutschen Häfen in Papua zu besetzen beginnt. Hermann Detzner will sich nicht ergeben und wird mit Hilfe des deutschen Missionars Christian Keyßer im Hinterland der Huon-Halbinsel versteckt. Im Dezember 1918 „kapituliert“ er und wird nach Europa verschifft. Einen großen Empfang wie für andere „Kolonialhelden“ gibt es für ihn nicht mehr. Detzner ist niedergeschlagen. Dann verfasst er das Buch „Vier Jahre unter Kannibalen“ und wird schlagartig berühmt. In dem seinerzeit vielbeachteten Werk lässt er sich jedoch zu zahlreichen Übertreibungen hinreißen. Er erfindet Wanderungen und Entdeckungen und stilisiert sich zum Humboldt Ozeaniens. Es kommt alles ans Tageslicht und ruiniert nachhaltig seine Glaubwürdigkeit.

 Im Jahre 2016 begab sich die Künstlergruppe Mangan25 auf eine Recherche-Expedition nach Papua-Neuguinea und traf überall auf Erinnerungen und Geschichten Detzners, die heute mit der Legende vom „Verborgenen Mann“ verschmolzen sind. Eintritt: 5 Euro.