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18. Internationale Folklorelawine
Fest der Toleranz mit exotischem Flair

Zum ersten Mal sind auch Tänzerinnen aus China bei der Folklorelawine dabei.
Zum ersten Mal sind auch Tänzerinnen aus China bei der Folklorelawine dabei. FOTO: Veranstalter
Cottbus. 18. Folklorelawine macht vom 29. Juni bis 1. Juli in Lübbenau, Burg und Altdöbern Station. Von Ulrike Elsner

Die 18. Internationale Folklorelawine wird fernöstlich und exotisch. Darüber informierte Landrat Harald Altekrüger bei der Vorstellung des dreitägigen Programms am Montag im Lobedanhaus der Sparkasse Spree-Neiße. Ensembles aus China, Japan und Nepal sind erstmals dabei, wobei das Ensemble Kirakira Hikaru Arts aus Japan mit 9000 Kilometern die weiteste Anreise hat, gefolgt von Gruppen aus Kanada mit rund 8000 und China mit 7300 Kilometern. Die Folklorelawine stehe als ein Fest der Toleranz für Bewegung und Völkerverständigung.

Die Anfragen von gleich drei Gruppen aus Asien sind nach den Worten von Jana Handrischeck, Partnerschaftsbeauftragte des Spree-Neiße-Kreises, auf die Verbreitung eines Films über den Auftritt einer indischen Gruppe in Neuhausen zurückzuführen. Insgesamt stehen vom Freitag, 29. Juni, bis zum Sonntag, 1. Juli, 16 Ensembles mit insgesamt 370 Teilnehmern aus 14 Ländern auf den Bühnen in Lübbenau, Burg und  Altdöbern. Die Summe der  Anreisewege aller Gruppen ist laut Jana Handrischeck so groß wie noch nie in der Geschichte der Folklorelawinen und mit 44 700 Kilometern länger als der Äquator.

Bereits zum 15. Mal dabei und stets ein Publikumsliebling ist die North Berwick Pipe Band & Dunedin Dance Academy aus Schottland, in der ganze Familien vertreten sind, unter ihnen Rosie, die mit anderthalb Jahren jüngste Teilnehmerin. Der älteste im Teilnehmerfeld ist 85 Jahre alt.

Die Folklorelawine sei „eine Einmaligkeit in Brandenburg, die sich im Kulturkalender fest etabliert hat, betonte Siegurd Heinze, Landrat des Oberspreewald-Lausitz-Kreises.  Altdöbern ist erstmals Veranstaltungsort. Grund dafür sei die Lage inmitten des OSL-Kreises, betonte Heinze. Zudem bieten das dortige Barockschloss und der Park eine wunderschöne Kulisse für die Auftritte der Folkloristen. Voraussetzung für die Austragung sei die Unterstützung der Sparkassen Spree-Neiße und Niederlausitz.

Die Folklorelawine sei ein Vorzeigeprojekt für eine überaus produktive Kooperation, erklärte Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße. „Sie verbindet Menschen und Regionen, ist ein positiver Imageträger der Region und ein großer Publikumsmagnet“, so Lepsch weiter.

Folgende Auftritte sollten die Lübbenauer, Burger und Altdöberner schon mal im Kalender vermerken: Den Auftakt gibt der traditionelle Kahnkorso der Nationen am 29. Juni, ab 12.30 Uhr, in Lübbenau. Von 14.30 Uhr bis 20 Uhr gibt es ein Bühnenprogramm auf dem Lübbenauer Marktplatz.  Am 30. Juni, 13.30 Uhr bis 19 Uhr, läuft das Bühnenprogramm auf dem Burger Festplatz. Das Bühnenprogramm im Schlosspark Altdöbern ist für den 1. Juli von 13 bis 17.30 Uhr geplant.

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