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| 19:41 Uhr

Generalmusikdirektor lehnt Auszeit ab
Evan Alexis Christ strebt Vertragsauflösung am Staatstheater an

Cottbus . Generalmusikdirektor will nach Kritik an seinem Führungsstil Staatstheater Cottbus verlassen. Von Ida Kretzschmar

In den erbitterten Auseinandersetzungen am Staatstheater Cottbus strebt nun der wegen seines Führungsstils in die Kritik geratene Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ die Auflösung seines Vertrages an. Das teilte gestern die Theaterleitung mit.

Am Abend zuvor habe sich die Spitze des Stiftungsrats der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder), Kulturministerin Martina Münch (SPD) sowie der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) mit Vertretern des Orchesters und der Opernsparte getroffen, um die zutage getretenen Konflikte zu erörtern, heißt es weiter. Das Staatstheater Cottbus werde einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass die angesprochenen Konfliktpunkte adressiert werden und das Fundament für eine Fortführung des auf künstlerischer Exzellenz basierenden Kurses des Hauses stabilisiert wird, bekräftigt die Theaterleitung: „Wir nehmen das Orchester, das bereits schriftlich Gesprächsbereitschaft signalisiert hat, beim Wort und wollen im konstruktiven Dialog dazu beitragen, dass eine Lösung gefunden wird.“

Evan Alexis Christ denkt jetzt über das Ende seiner Tätigkeit am Cottbuser Staatstheater nach.
Evan Alexis Christ denkt jetzt über das Ende seiner Tätigkeit am Cottbuser Staatstheater nach. FOTO: Marlies Kross

So habe sie gestern dem Generalmusikdirektor vorgeschlagen, zur Vorbereitung eines Mediationsprozesses mit sofortiger Wirkung eine Auszeit bis Ende der Spielzeit zu nehmen. Er sei diesem Vorschlag nicht gefolgt. Im Gegenzug teilte er mit, dass man jetzt über eine Auflösung seines Vertrages nachdenken müsse. Der Vertrag war erst Ende vergangenen Jahres bis 2024 verlängert worden. Schon ein Jahr zuvor hatte sich das Orchester mehrheitlich dagegen ausgesprochen.