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| 18:29 Uhr

Vernissage
Doppelausstellung öffnet im Dieselkraftwerk Cottbus

Cottbus. Am 30. November, 19 Uhr, lädt das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) zur Eröffnung von zwei Ausstellungen in das Dieselkraftwerk Cottbus ein. Die Sammelausstellung „Die Sehnsucht des Lichts“ zeigt Malereien des Spätimpressionismus, in „Wolfgang G. Schröter.

Das Faszinosum live und experimentell“ werden die Anfänge der künstlerischen Entwicklung des Fotografen präsentiert. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Beide Präsentationen können bis zum 10. Februar 2019 besichtigt werden.

„Die Sehnsucht des Lichts“ verknüpft Gemälde des französischen Spätimpressionismus mit Positionen der Malerei aus Deutschland und Russland. Es werden selten gezeigte Werke namhafter Künstler aus Privat- und Museumssammlungen präsentiert – unter anderen von Claude Monet, Max Slevogt und Gemälde aus dem Frühwerk von Kasimir Malewitsch.

Die im Impressionismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts angelegte Abkehr von realistisch-naturalistischen Darstellungen zugunsten der Bildwürdigkeit subjektiv geprägter Stimmungs- und Gefühlseindrücke zieht sich bis in die 1920er-Jahre. Die Malerei basiert wesentlich auf intensiven Auseinandersetzungen mit Licht und dessen Möglichkeiten atmosphärischer Bildwirkungen.

In den ersten Jahrzehnten der DDR gab es trotz der starken Orientierung auf das Pressebild auch eine Reihe von künstlerisch ambitionierten Fotografen, die eine eigene Bildsprache entwickeln konnten. Deren Werk und Persönlichkeit waren prägend für die nachfolgenden Fotografen. Zu dieser Generation, die sich ab der Mitte der 1950er-Jahre profilierte und DDR-Fotogeschichte mitgeschrieben hat, gehört Wolfgang G. Schröter (1928 – 2012), dem die zweite Ausstellung gewidmet ist.

Er war nach dem Zweiten Weltkrieg einer der ersten an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst ausgebildeten Fotografen. Er war Gründungsmitglied der Gruppe „action fotografie“ (1956 – 1958). Und wie für die meisten seiner Mitstreiter war auch für ihn die Fotografengruppe Magnum prägend. Der von ihr vertretene Stil der Life-Fotografie, die Suche nach dem authentischen Wirklichkeitsausschnitt, war vorbildhaft.

Schröters Nachlass, der etwa 50 000 Aufnahmen umfasst, wurde unter unterschiedlichsten Aspekten untersucht. Die Ausstellung wird die Anfänge seiner künstlerischen Entwicklung näher beleuchten und konzentriert sich daher auf Bilder und Werkgruppen aus den 1950er- und 1960er-Jahren.