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| 14:26 Uhr

Vernissage
Dieter Zimmermann stellt im Landesmuseum Cottbus aus

Dieter Zimmermann: Die Quadratur des Spreewaldes, Blick in die Ausstellung
Dieter Zimmermann: Die Quadratur des Spreewaldes, Blick in die Ausstellung FOTO: Marlies Kross, © BLMK
Cottbus. () im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) eröffnet im Dieselkraftwerk Cottbus am 16. November die Ausstellung „Dieter Zimmermann. Die Quadratur des Spreewaldes. Alles fließt…“ Schon lange breitet der Maler Dieter Zimmermann (geboren 1942) seine Malereien in Serien aus.

Am bekanntesten dürfte der mehr als 600 Bilder umfassende „Grübelzwang“ sein, der 2012 im Dieselkraftwerk Cottbus ausgestellt wurde. Die nun ausgestellte Serie „Die Quadratur des Spreewaldes“ startete im Jahr 2015 und speist sich aus den unterschiedlichsten Quellen – zuallererst aus dem Spreewald selbst, mit seinen unzähligen Kanälen, Fließen und Wasseradern, wo der Künstler zu Hause ist.

Nüchtern betrachtet sind es 1328 handelsübliche Kleinformate – aneinandergereiht dehnen sie sich jedoch zur Wandbildgröße aus und scheinen ins Unendliche zu streben. In der Ausstellung entfalten sich die Werke zu einem scheinbar endlosen Rundumbild. Naturbeobachtungen wie Spiegelungseffekte auf den Fließen treffen auf figürliche oder abstrakte Kleinkompositionen. Stilistisch mutet „Die Quadratur des Spreewaldes“ an wie eine Reise durch die moderne Kunstgeschichte: Impressionistisches neben Pointilistischem, Expressives neben Naivem, Art brut neben Konkreter Kunst. Daraus entspringt ein ornamentales Kraftfeld. Seit dem Umzug 1981 nach Brahmow rückte der Spreewald für Dieter Zimmermann näher und näher. Der Künstler gibt sich als beständiger wie kritischer Beobachter seiner unmittelbaren Lebenswelt. Obenan stehen Naturbeobachtungen, denen Kompositionen mit grotesken oder alltagskomischen Szenerien gegenüberstehen. So verschränkt sich das Aberwitzige mit dem Romantischen, das Skurrile mit dem Abgründigen. Die raumausspannende Dimension eröffnet der Landschaftsmalerei, eingeschrieben das permanente Werden und Vergehen, gänzlich neue Pfade.

Ausstellung bis 13. Januar. Eröffnung am Freitag, 19.30 Uhr, im Dieselkraftwerk, Uferstraße / Am Amtsteich 15, Cottbus, ab 19 Uhr freier Zutritt in die Ausstellung.