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| 18:46 Uhr

Puppenspiel zur Verbesserung von sozial-emotionalen Kompetenzen
Die Augsburger Puppenkiste zu Gast in Cottbus

Paula kommt in die Schule: Die Augsburger Puppenkiste gastierte am Mittwoch in der Cottbuser Erich-Kästner-Grundschule und begeisterte die Mädchen und Jungen in mehreren Vorstellungen.
Paula kommt in die Schule: Die Augsburger Puppenkiste gastierte am Mittwoch in der Cottbuser Erich-Kästner-Grundschule und begeisterte die Mädchen und Jungen in mehreren Vorstellungen. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Beliebte Gäste aus Augsburg sind Teil des Präventionsprojektes „Paula kommt in die Schule“

Heulibold, Freudibold und die bei den Kindern scheinbar beliebteste Puppe Zornibold, standen am Mittwoch in der Cottbuser Erich Kästner Grundschule auf der Bühne und begeisterten Kinder und Lehrer zugleich.

Das Gastspiel der Augsburger Puppenkiste ist Teil des Präventionsprojekts und gleichnamigen Stücks „Paula kommt in die Schule“.

In Zeiten von überfüllten Klassen und steigender Belastung ist es immer wichtiger, den Fokus auf die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu richten, sagt die Leiterin des Projekts, Dr. Charlotte Peter.

Im Mittelpunkt des Stücks steht das neu in die Schule kommende Kind Paula. Wie fast jeder neue Schulanfänger erlebt auch sie dabei vollkommen andere Gefühle als bisher in der Kita. „Neue Freunde, neue Umgebung – Kinder können selbstständig erarbeiten und schließlich lernen, was hinter diesen Emotionen steckt“, so Charlotte Peter.

Auf den Punkt gebracht, werden durch das neue Grundschulprogramm soziale Fertigkeiten und emotionale Kompetenzen der Kinder gefördert. Auch eine bessere Lehrer-Schüler-Beziehung soll auf diesem Wege erreicht werden. Alles in allem gilt es, ein positives Klassenklima für effizienteres Lernen zu schaffen und gleichzeitig die altersgemäße Entwicklung der Kinder zu fördern.

In drei Bundesländern wurde das Programm in diesem Jahr erprobt. Mit dabei waren 33 Grundschulen und Horte. „In Cottbus ist es uns ganz wichtig, den Kindern beste Unterstützung zu geben. Wir investieren auch in zusätzliches Personal“, sagt Maren Dieckmann, Dezernentin und Leiterin des Geschäftsbereiches Jugend, Kultur und Soziales der Stadt Cottbus.

Damit das Programm auch wirklich angewendet werden kann, haben sich im Frühjahr und Sommer bereits zahlreiche Fach- und Lehrkräfte aus Cottbus für das Modellprojekt fortgebildet. Danach kann das Grundschulprogramm dauerhafter Begleiter im Schulalltag werden. Nach einer Einführung sollte es auch jeden Tag mitlaufen, damit alle Kinder, unabhängig vom Entwicklungsstand, davon profitieren können.

Laut dem Universitätsprofessor Dr. Herbert Scheithauer stellt der Übergang von der Kita in die Grundschule eine große Herausforderung dar. Genau deswegen sei es unabdingbar, Kinder und Familien frühzeitig zu unterstützen. Studien belegen zudem, dass Kinder mit hohen sozial-emotionalen Kompetenzen auch bessere Leistungen in der Schule zeigen. Durch das Projekt können Kinder Prozesse wie Fürsorge entwickeln, gemeinsam Entscheidungen treffen, Leistungsaufgaben strukturiert angehen, besser verinnerlichen. In Cottbus soll das Projekt, welches durch das Sozialunternehmen Papilio entwickelt wurde, weiter voran gebracht werden – für 2019 soll die Fortbildung als festes Modul für Lehrkräfte in Cottbus angeboten werden.

(Denny Büttner)