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| 15:57 Uhr

Theater
Das Theater trommelt zum Festival

Szenenfoto mit Anja Willutzki, Friederike Drews und Cornelia Wöß aus „Demut vor deinen Taten Baby“.
Szenenfoto mit Anja Willutzki, Friederike Drews und Cornelia Wöß aus „Demut vor deinen Taten Baby“. FOTO: Dorit Gätjen
Cottbus. Drei Stücke, drei Abende Drums satt – das Staatstheater macht aus dem Black Friday an diesem Wochenende ein wahres Fest. Von Daniel Schauff

Den Black Friday am Staatstheater hatte Schauspieldirektor Jo Fabian schon im Kopf, bevor er überhaupt zum Staatstheater kam. „Ich habe mir im Spielplan Platzhalter geschaffen“, sagt er. Ein Spielfeld fürs eigene Ensemble wollte er kreieren. Aus dem Platzhalter ist im Oktober der Black Friday geworden, der Drum Klub Berlin zum Dauergast in Cottbus. Wer kommt, trommelt mit, wird Teil einer großen Performance. Fabians Idee ist noch jung, aber sie zieht an. Und bewegt sich einem Höhepunkt entgegen.

Ab Freitag feiert das Staatstheater drei Tage lang den Black Friday, nennt das erste Trommel-Theater-Festival „Black Friday XXL“ und bietet nicht nur dem Berliner Drum Klub eine Bühne. Jeder Abend beginnt in der Kammerbühne mit Produktionen des freien Theaters, Gäste Potsdam, Rostock und Berlin zeigen in unterschiedlichsten Bühnenstücken Gegenwartstheater.

„Druck“ etwa ist Tanz- und Filmtheater des Künstlerkollektivs Kombinat Potsdam, das ohne festes Ensemble an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Partnern Tanz und Medien auf der Bühne verbindet. Im Anschluss startet die Drum Klub Disko mit elektronischer, tanzbarer Musik.

Am Samstag zeigen Anja Willutzki, Cornelia Wöß und Friederike Drews in „Demut vor deinen Taten Baby“, was passiert, wenn drei Frauen während eines Terroralarms am Flughafen in den Toilettenkabinen festsitzen und im Anschluss entscheiden, einen Anschlagsimulator zu bauen. Im anschließenden Drum Klub wird’s interaktiv, um 22 Uhr laden die beiden Musiker vom Drum Klub in die „größte Endorphin-Tankstelle der Welt“ und lassen die Gäste an die Trommeln.

In „House of Hope“ zeigen die Theatermacher Hiroko Tanahashi und Max Schumacher vom Post Theater Berlin eine Performance zum Wohnen in der Zukunft, „zwischen Alptraum und Vision“. Den Abschluss des Black Friday XXL bildet am Sonntagabend die Chill out Lounge mit Lars Neugebauer und entspannter Musik.

Initiator Jo Fabian will nicht zuletzt mit dem Festival weg vom Konventionellen, eine „Durchlässigkeit“ schaffen zwischen Publikum und Künstlern. Seine Erfahrungen mit derartigen Angeboten seien gut. Das Publikum lasse Neues zu. 120 bis 150 Gäste zähle die Kammerbühne bei den regulären Black Fridays regelmäßig, sagt der Schauspieldirektor. Und wenn das Festival gut ankomme, dann sei eine Neuauflage absehbar.

Jedes der drei Stücke beginnt um 19.30 Uhr, im Anschluss folgen die drei unterschiedlichen Auftritte des Drum Klub Berlin.

Tanz und Medien gibt es in der Performance „Druck" am Freitagabend.
Tanz und Medien gibt es in der Performance „Druck" am Freitagabend. FOTO: Fabian Schellhorn
House of Hope beschäftigt sich mit dem Wohnen in der Zukunft, der Drum Klub Berlin sorgt für die Abendgestaltung.
House of Hope beschäftigt sich mit dem Wohnen in der Zukunft, der Drum Klub Berlin sorgt für die Abendgestaltung. FOTO: Hiroko Tanahashi
Der Drum Klub Berlin sorgt für die Abendgestaltung.
Der Drum Klub Berlin sorgt für die Abendgestaltung. FOTO: A. Motterle