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Cottbus
Cottbus startet in seinen Bücherfrühling

Die Literaturkritiker Klaus Wilke (l) und Thomas Bruhn bei der Eröffnung des diesjährigen Bücherfrühlings im Cottbuser Lernzentrum in dieser Woche.
Die Literaturkritiker Klaus Wilke (l) und Thomas Bruhn bei der Eröffnung des diesjährigen Bücherfrühlings im Cottbuser Lernzentrum in dieser Woche. FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Am Montag war Auftakt in der Stadtbibliothek.

Anfang der Woche ist im Cottbuser  Lernzentrum der 26. Cottbuser Bücherfrühling eröffnet worden.  Die Stadt-und Regionalbibliothek, der Förderverein „Bibliothek und Lesen“, das Jugendkulturzentrum Gladhouse Literaturwerkstatt, das Cottbuser Stadtmuseum und die Stiftung Fürst-Pückler Museum Park und Schloss Branitz haben 29 Veranstaltungen organisiert, die an unterschiedlichen Orten bis Ende Mai stattfinden werden und sich größtenteils dem Thema Außenseiter“ widmen. Dazu kommen noch diverse Angebote für Kinder.

Am Montagabend wurde im Lernzentrum in der Berliner Straße der Auftakt gemacht.  Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Hauses Anette Kornek eröffnete  die Dezernentin und Leiterin des Geschäftsbereiches Jugend, Kultur und Soziales Maren Diekmann  den Bücherfrühling: „Ich bin seit meiner Kindheit eine Leseratte. Bücher müssen spannend sein, Bücher sind was zum Anfassen, Bücher duften- das sind gute Gründe zum Buch zu greifen“. Zum Buch griff dann zunächst  Moderator  Steffen Kerstin, Leiter  der Städtischensammlungen Cottbus. Im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Susanne Lambrecht erörterte er das Thema „Außenseiter“ und verwies auf die Bücherfrühlingsveranstaltung am 11. April ab 19.30 Uhr im Lernzentrum unter der Überschrift „Wenn einer anders ist-Josef und seine Brüder“.

Danach   widmeten sich an dem von der  Interessengemeinschaft „Bücher in Cottbus“ organisierten Abend die Literaturkritiker Klaus Wilke und Thomas Bruhn elf verschiedenen Büchern, diskutierten durchaus kontrovers, aber unterhaltsam. Über eins waren sich beide einig: „ Ohne Außenseiter gäbe es auch keine Literatur“ und verwiesen auf solche Klassiker wie „Ole Bienkopp“ oder „Der Graf von Montechristo“.  Mit Juliette Maulbrich und  Larissa Klaus erlebten die über 50 Gäste des Abends einen musikalischen Hochgenuss. Die beiden 12-jährigen vom Cottbuser Konservatorium spielten auf der Harfe und ernteten viel Beifall. Letzteren gab es auch für Tänzerinnen von der Tanzwerkstatt Golde Grunske, die zu Texten von  Luisa Krake und Tamina Hägler aus der  Literaturwerkstatt des Gladhouses tanzten. Ein gelungener Auftakt des Bücherfrühlings, der auch zum Reden miteinander einlud, dazu gab es einen kleinen Imbiss. Die Einnahmen des Abends werden dem Diakonie-Straßencafe in Cottbus zur Verfügung gestellt.

Die nächste Bücherfrühling-Veranstaltung findet am 27. März  ab 19.30 Uhr im Lernzentrum statt.  Zu Gast bei der Lesung und dem Werkstattgespräch ist Lutz Seiler (Interview siehe Seite 20) mit seinem Roman „Meine Wohnung“. Kartenreservierungen sind möglich unter 0355 / 3806024 oder www.lernzentrum-cottbus.de.

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