| 15:49 Uhr

Branitzer Park
Pückler und seine Idee von Politik

Cottbus. Spuren der Geisteshaltung des Gartenfürsten finden sich im Branitzer Park.

Mit großer Begeisterung sprach der Landschaftsarchitekt und Pückler-Forscher Helmut Rippl am Mittwochabend im Cottbuser Stadtmuseum über das Schaffen des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau. Im Zentrum seines kundigen Vortrages standen das politisch-gesellschaftliche Engagement und die Einordnung der Denkansätze Pücklers in das 18. und 19. Jahrhundert. Vom Fürsten als „freigeistigen und liberalen Mann“ schlug Rippl einen Bogen zum kunstfertigen Parkgestalter. Sein freiheitliches Denken und die Eindrücke seiner Reisen seien auch in der pücklerischen Parkgestaltung wiederzufinden. So sieht Rippl den Branitzer Park als ein „politisches Bekenntnis zur Gesellschaftsmoderne“, wobei das ästhetische Moment und das Streben nach Vollkommenheit immer an erster Stelle stünden. Die besondere Bildlichkeit von Pücklers Parkanlagen leitete Rippl ausgehend von der Konzeption der Baumpflanzungen her.

Eine andere Sicht auf den Park will Claudius Wecke, der Parkleiter der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, in seinem Vortrag am Samstag, 21. März, um 18.30 Uhr im Besucherzentrum auf den Gutshof Branitz vermitteln.

(amz)
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