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| 17:16 Uhr

Kalender
Auf Entdeckungsreise in Fürst Pücklers Park

Das Novemberbild zeigt dieses Detail von der Schlossterrasse.
Das Novemberbild zeigt dieses Detail von der Schlossterrasse. FOTO: Regia-Verlag
Cottbus. Der Branitz-Kalender 2018 ist im Regia-Verlag erschienen.

Pünktlich zu Fürst Hermann von Pückler-Muskaus Geburtstag am 30. Oktober hat der Cottbuser Regia-Verlag den nunmehr elften Kalender „Fürst Pücklers Park im Wandel der Jahreszeiten“ vorgelegt. Wiederum lädt die Biologin und Fotografin Anja Rolland mit Gespür für die Philosophie des Gartendenkmals und geübtem Blick für Details den Betrachter der Kalenderblätter zu  einer Entdeckungsreise ein. Die Gestaltung hat wie schon in den Jahren zuvor  Tino Schröter übernommen.

„Natürlich gehören markante Punkte wie Seepyramide und Schloss dazu“, stellt Anja Rolland klar. „Aber man entdeckt immer wieder Neues.“ In diesem Jahr haben es der Cottbuserin die waldähnlichen Bereiche in der Nähe der Erdbegräbnisstätte der Familie Pückler besonders angetan. Genauso wie ein neuer interessanter Blickwinkel auf den Hermannsberg.

Wenig bekannt ist den meisten Parkliebhabern vermutlich, dass sich allerlei römische und griechische Gottheiten ganzjährig auf der Schlossterrasse tummeln. Das Novemberbild lädt zur Detailsuche ein und belegt, dass es selbst für ausgemachte Pücklerkenner immer wieder noch Unbekanntes zu entdecken gibt.  Wenn der Betrachter das Bild als Rätsel für den nächsten Branitz-Spaziergang annähme, würde das die Fotografin freuen. Ihre Erfahrung lautet: „Man muss schon genau hinschauen, um den Park für sich zu entdecken.“

Eine stimmungsvolle Spiegelung des Schlosses fehlt auch diesmal nicht als Beleg für ein Zitat aus Pücklers „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“. Dort heißt es: „Denn nichts gewährt so sehr wie das Element des Wassers eine dem Beschauer nie ermüdende Abwechselung.“ Winterliche Aufnahmen führen zur Seepyramide, der Begräbnisstätte des Fürsten. Sie lassen einen goldenen Zapfen am Kiosk der Henriette Sontag aufleuchten und laden im Dezember zum Besuch des Schlosses mit seiner romantischen Pergola ein.

„Frühlingshafte und sommerliche Gefühle“ lassen nach den Worten von Verlagsredakteurin Edeltraud Wiegand „die Detailaufnahmen von im Park reichlich vertretenen Buschwindröschen, der Blick auf das Kavaliershaus und die Blutbuche am Schloss sowie leuchtende Wildblumen auf der Schmiedewiese aufkommen.“ Ein Blick auf den Wasserlauf an der Orangerie lädt zur Gondeltour ein. Für Edeltraud Wiegand „eine der schönsten Arten, den Park aus neuem Blickwinkel – vom Wasser aus – zu erkunden“.

Für Anja Rolland ergeben sich im Park zu  jeder Jahres- oder Tageszeit neue Landschaftsbilder, die zeigen, „dass Pückler ein wahrer Landschaftskünstler war“. Schließlich beschäftigt sich die Biologin seit Jahren intensiv mit Pücklers Parkschöpfung. Der Cottbuser Regia-Verlag hat neben den Kalendern Anja Rollands Taschenbuch „Traumbäume und Prachtgehölze – ein botanischer Spaziergang durch den Branitzer Park“ sowie „Fürst Pücklers Wildblumen“ herausgebracht.

(Ulrike Elsner)