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Kürbisfließ als Spreewald-Kunstwerk

Victoria Thiemar (l.) hat mit ihrer Fließlandschaft aus Kürbissen einen Preis errungen.
Victoria Thiemar (l.) hat mit ihrer Fließlandschaft aus Kürbissen einen Preis errungen. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Am Burger Bismarckturm wurde am Wochenende der Höhepunkt der diesjährigen Burger Kürbiswochen gefeiert. Hunderte Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit Tanz, Witz und Feuerwerk. Marion Hirche / jul1

30 beleuchtete Kürbiskunstwerke, geschnitzt von Bewohnern der Region und Urlaubern, schmückten am Samstagabend die Stufen zum Burger Wahrzeichen. Victoria Thiemar aus Burg hatte den ganzen Tag zusammen mit ihrer Mama Meike geschnitzt. Die beiden gestalteten ein Spreewald-Kunstwerk: ein Fließ mit Kahn und Bewohnern. Einen großen dicken Kürbis höhlten sie in zwei Etagen aus. Oben wurde ein Fließ geformt und mit Wasser gefüllt. Das Ufer verzierten die beiden Burgerinnen mit tomatengroßen Minikürbissen. Auf das Wasser setzten sie einen Spreewaldkahn. Im unteren Teil ließen sie die Unterwasserwelt lebendig werden. Allerlei Fische aus Kürbisfleisch tummelten sich da. Das Ganze haben sie außerdem mit einer Lichterkette beleuchtet.

Victorias Bruder Vincent hat die Kürbisskulptur zum Turm geschleppt. Mit Startnummer 17 ging die wunderbare Kreation ins Rennen und wurde am Ende von der fünfköpfigen Jury mit einem Preis bedacht. Zu den Gewinnern gehörten außerdem auch die Schöpfer eines gestalteten Kürbis-Wendenkönigspaars, einer Hexe in Spreewaldtracht und einer Kürbis-Schnecke.

Das Wendenkönigspaar Jenifer und Tilo wählte die Kürbis-Hochzeitstorte zum Favoriten. "Unsere Wahl ist leicht erklärbar, schließlich haben wir im August geheiratet", verriet Tilo Dünnbier. Die achtjährige Paula Johanna Kubusch aus Cottbus freute sich, dass ihr Hexe-Baba-Jaga-Haus gut angekommen ist. "Das Schnitzen hat viel Spaß gemacht", stellte sie fest.

Neben den dicken gestalteten Beeren gab es vor dem Bismarckturm ein romantisches abwechslungsreiches Programm. Die Tänze von "Las Fuegas" ließen eine ganze Bandbreite von Gefühlen zu: Der Geistertanz lud zum Gruseln, der Schleierfächertanz zum Träumen ein.

Absoluter Höhepunkt war eine besondere Feuershow. Witzig, spritzig, gekonnt, kindgerecht, lauteten die Attribute für den Auftritt des Künstlerduos "Inflammati". Balanceakte mit einer ganzen Bierbank auf dem Kinn und Zaubertricks begeisterten große und kleine Zuschauer.

Viel Applaus gab es für die Mädchen von der Bauchtanzgruppe des SOS-Kinderdorfes Burg. "Das Größte war der Schluss des Programms, das tolle Feuerwerk", schwärmte Franz Konzack aus Burg. Alexandra Jahn gehörte zu den begeisterten Besuchern, die es mit dem Schnitzen selbst mal versuchen wollen. Die Forsterin kaufte sich einen Kürbis. Familie Frenzel aus Müschen hatte wieder 14 verschiedene Kürbissorten im Angebot, die es jetzt nach der Kürbisgeisternacht wieder an ihrem Müschener Hof zu kaufen gibt.

Kürbisse stehen jetzt im Rahmen der Kürbiswochen noch bis zum 31. Oktober überall in Burg hoch im Kurs. Es gibt Kürbiskernölmassagen, Kürbis-Kokosmilchsuppe, Kürbisaufgüsse in der Sauna, Kürbissuppe mit Preiselbeeren, Ingwer oder Apfel. Und schließlich ist Kürbis auch ein Schlankmacher.