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| 11:39 Uhr

Polizei nach Fußball-Aufstiegsfeier in Cottbus
Rechtsextreme Aktion war vor Ort nicht deutlich einsehbar

Cottbus. Bei einer rechtsextreme Aktion im Flashmob-Stil am Rande der FCE-Aufstiegsfeier am Sonntagabend auf dem Altmarkt von Cottbus waren einige Polizisten in der Nähe. Jetzt gibt es erste Ergebnisse der Einsatzauswertung dazu. Von Simone Wendler

Mit dem Rücken zu Hunderten Feiernden hatten einige Maskierte am Rande des Altmarktes für wenige Minuten ein Banner mit Anspielung auf einen Adolf-Hitler-Film und dem Symbol des Ku-Klux-Klan entrollt. Einige trugen dabei auch die typischen weißen Mützen der Rassistenorganisation.

Wie die Cottbuser Polizei am Mittwoch mitteilte, seien die Mützen und abgebrannte Pyrotechnik auch von anwesenden Beamten in der Nähe gesehen worden. Das Banner sei jedoch vom Standort der Beamten aus nicht zu sehen gewesen, so Pressesprecherin Ines Filohn. Die Mützen seien deshalb als Maskierung wegen .des Abbrennens der Bengalos interpretiert worden. „Den Zusammenhang mit dem für sie nicht sichtbaren Banner konnten die Kollegen nicht herstellen.“

Das seien erste Ergebnisse zu diesem Ereignis im Rahmen der routinemäßigen Auswertung des Polizeieinsatzes rund um das Aufstiegsspiel am vorigen Wochenende. Die Auswertung des sehr umfangreichen Einsatzes sei insgesamt noch nicht abgeschlossen, so Filohn.

Die rechtsradikale Banner-Aktion war einem größeren Personenkreis erst durch die Verbreitung eines Fotos der Aktion im Internet bekannt geworden. Der Staatsschutz ermittelt seit Sonntagabend wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Der FCE hat den Beteiligten bei Bekanntwerden ihrer Personalien Haus-und bundesweite Stadionverbote angedroht.