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Kroatische Gastschüler erkunden Cottbus

Auf der ersten Station der Rallye schauen sich die Schüler die alte Glocke im Stadthaus an.
Auf der ersten Station der Rallye schauen sich die Schüler die alte Glocke im Stadthaus an. FOTO: Daniel Friedrich
Cottbus. Mit Stadtplan und Fotoapparat bewaffnet haben sich am Donnerstag Cottbuser und kroatische Gastschüler zu einer Stadtrallye aufgemacht. Die Gäste aus dem Süden verbringen eine Austauschwoche in der Lausitz. Daniel Friedrich

Die Sonne hat es gut gemeint am Freitagmittag. Immer wieder lugt sie durch den wolkenverhangenen Himmel, während die zehn kroatischen Schüler und ihre drei Lehrerinnen mit den Cottbuser Gastgebern die Stadt erkunden. Die Rallye führt vorbei am Stadthaus, über den Altmarkt und hinauf auf den Spremberger Turm. "Mir gefallen die alten, schönen Gebäude in der Stadt und es ist super, um Deutsch zu lernen", meint Luna Divic (13) aus der vierten Klasse, die schon seit zwei Jahren Deutschunterricht hat. Auch die kroatischen Lehrerinnen freuen sich, in Cottbus zu sein. "Das ist eine Partnerschaft, auf die wir sehr stolz sind. Der Austausch funktioniert dank der Dirktoreneinwandfrei und es ist immer ein Erlebnis", berichten sie.

Die Partnerschaft zwischen der Sportbetonten Grundschule Cottbus und der "O Barie Granica Metra" im südkroatischen Badeort Baka Voda besteht seit dem Jahr 2005. Damals vermittelte die kroatische Botschaft in Berlin erstmals den Kontakt zwischen beiden Schulen. Seitdem findet jedes zweite Jahr ein Austausch statt.

Für die kroatischen Gastschüler haben sich die Cottbuser in dieser Woche ein abwechslungsreiches Programm überlegt: "Wir haben schon gemeinsam gefilzt und getöpfert, das Staatstheater angeschaut und ein Zirkusprogramm veranstaltet. Am Wochenende werden wir noch den Tierpark besuchen sowie bei der ‚Nacht der kreativen Köpfe' dabei sein. Am Sonntag steht für die kroatischen Schüler außerdem ein Familientag bei ihren Gasteltern an, wir Lehrer unternehmen einen Ausflug nach Potsdam", berichtet Englisch-Lehrerin Elke Bittner. "So ein Austausch bereichert den Schulalltag. Und die Kommunikation klappt auch irgendwie, notfalls mit Händen und Füßen", schmunzelt sie.

Möglich machen den siebentägigen Austausch unter anderem Mittel des Schul-Fördervereins sowie die private Unterstützung von Schülern und Eltern.