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| 15:29 Uhr

Cottbus
Kritik an Gesprächspartnern für Fernseh-Diskussion

Cottbus. Cottbuser Bürgervereinigungen sagen Teilnahme ab.

Sowohl die Bürgervereinigung Cottbuser Aufbruch als auch das Bündnis Cottbus Nazifrei haben ihre Teilnahme am Cottbus-Talk des rbb-Fernsehens am Donnerstag ab 19 Uhr in der Chemiefabrik abgesagt. Beide Vereinigungen halten die Einladung von Zukunft Heimat als einen Hauptgesprächspartner für problematisch. Der rbb bedauert diese Entscheidung.

So erklärt Christoph Polster im Namen des Cottbuser Aufbruchs: „Die Organisation Zukunft Heimat vertritt in den eigenen Veranstaltungen nicht nur rechtspopulistische Inhalte, sondern ist gleichzeitig mit Äußerungen aufgefallen, die das Schüren von Vorurteilen, Hass und Extremismus unterstützen. Aktuell haben sich verantwortliche Vertreter öffentlich neben Organisationen gezeigt, die sichtbar und erkennbar mit verfassungsfeindlichen Inhalten aufgetreten sind.“ Der Pfarrer im Ruhestand befürchtet, dass Zukunft Heimat die Sendung zur Selbstdarstellung nutzen wird. Das unterstreicht auch Luise Meyer von Cottbus Nazifrei: „So wird weiter dazu beigetragen, völkische Ideologie zu verbreiten und salonfähig zu machen.“

Christoph Polster betont: „Grundsätzlich stimmen wir mit den Verantwortlichen der Vor-Ort-Sendung überein, dass es eines dringend notwendigen Dialoges bedarf.“ Der Cottbuser Aufbruch beteilige sich daran gern mit Partnern, „die unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung achten“.

Rbb-Sprecher Justus Demmer erklärt zu der Entscheidung: „Wir bedauern die Absage und hoffen sehr, dass beide Gruppen ihre Entscheidung überdenken.“ Bei der Sendung am Donnerstag handele es sich um eine Bestandsaufnahme ein gutes halbes Jahr nach der ersten Sendung zu dem Thema. „Es ist wichtig, dass sich dabei alle Beteiligten zu Wort melden.“

(pk)