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| 15:44 Uhr

Stadt und Kreis
Kritik an Finanzierungvon Kooperationen

Cottbus. Zusammenarbeit mit Kreisen wird dennoch ausgebaut.

Kooperationen der Stadt mit anderen Kommunen und Kreisen sollen ausgebaut werden, kündigte am Mittwoch Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe vor den Stadtverordneten an, ließ aber im gleichen Zusammenhang auch Kritik am Land für eine falsche Finanzierung nicht aus. Die Bürgermeisterin wählte die Ausländerbehörde in Cottbus als Beispiel, sie kümmert sich um Angelegenheiten aus der Stadt und dem umliegenden Spree-Neiße-Kreis. „Wir konstatieren, dass es richtig war, eine gemeinsame Ausländerbehörde mit Spree-Neiße einzurichten. Das fachliche Wissen konnte gebündelt werden, die Herausforderung, die mit dem Zuzug der Flüchtlinge in den letzten Jahren größer geworden sind, hätten wir wahrscheinlich nicht so gut bewältigen können, wenn es diese gemeinsame Stelle nicht gäbe“, so Marietta Tzschoppe. Aber man müsse auch feststellen, dass die Finanzierung insbesondere durch das Land für eine solche Kooperation unabdingbar sei. Ausländerbehörden in Brandenburg erhielten für die Teilaufgabe „Abschiebung ausreisepflichtiger Asylbewerber“ die Kosten für eine halbe Stelle erstattet. Das gelte auch für die Ausländerbehörde in Cottbus, obwohl diese die Arbeit zweier Behörden übernehme. „Faktisch führt hier die gewünschte Kooperation zu einer Halbierung der Zuschüsse“, sagte Marietta Tzscho­ppe.

(dsf)