„Freuet Euch“ lautete der Bibelspruch der Woche in der Kirchengemeinde Krieschow und das nahmen die Gläubigen am Sonntag wörtlich. Nach dem Festgottesdienst zogen sie in das neue Gemeindehaus ein. Konfirmanden trugen Kerzen und weitere Ausstattungen für den Altar, Pfarrer Christian Hering nahm das restaurierte Altarkreuz. „Ich habe hier noch Religionsunterricht erteilt“ , erinnerte er sich in den hellen Räumen. 2002 zog die Schule aus, nun steht das Haus den Gläubigen offen.
„Die Kirchenarbeit in Krieschow macht seit einigen Jahren spürbare Fortschritte“ , sagte der Pfarrer der RUNDSCHAU. „Bei der Einführung in mein Amt vor mehr als vier Jahren drangen die Gläubigen auf mehr Präsenz in Krieschow. Damals gab es nur alle zwei Wochen am Sonntag Gottesdienst, inzwischen predige ich jeden Sonntag hier. Parallel dazu nahmen die Besucherzahlen stetig zu.“ Wann der erste Gottesdienst in der „Winterkirche“ abgehalten wird, steht noch nicht fest. „Die Krieschower hängen am Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert, auch wenn es nicht geheizt werden kann. An der Kirche wurde in den vergangenen Jahren viel getan, das Dach instand gesetzt, Bleiglasfenster erneuert und die Wände gestrichen.“ Für den Weihnachtsgottesdienst spendete die Limberger Familie Nerlich eine neue Krippe. Krieschow besitzt den größten Gemeindesaal der elf Orte des Kirchspiels. Räume in Papitz und der Krieschower Kirche haben nur 20 bis 30 Plätze. Kindergottesdienste, Gemeindeabende, Konzerte und kirchliche Veranstaltungen sollen die frühere Schule füllen. Sie wurde mit Mitteln der Kirchengemeinde saniert. „Schulden machen ist unsere Sache nicht, wir hätten sonst noch einige Jahre gewartet“ , betonte der Pfarrer. Am Sonntag nahmen die Gläubigen ihr Haus mit Neugier, Freude und Staunen in Besitz. Mit Gesprächen, einer Tasse Kaffee und selbst gebackenem Kuchen klang die Einweihung aus.