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| 17:42 Uhr

Spree-Neiße
Krieschower ackern gemeinsam

 Der kleine Charlie Semisch packt an wie ein Großer und rollt einen Strohballen übers Feld.
Der kleine Charlie Semisch packt an wie ein Großer und rollt einen Strohballen übers Feld. FOTO: Marion Hirche
Krieschow. Das Bauernfest auf dem Krieschower Bäckerberg bringt die Nachbardörfer zusammen.

Das gibt es nur in Krieschow: Das Bauernfest auf dem Bäckerberg, das die Nachbardörfer auf dem Acker vereint.

Nach der Trekkerparade ging es ans Leistungspflügen. Erneut erwiesen sich die Eichower aus dem Nachbardorf als die größten Fans dieses Wettbewerbs. Mit Christoph Quitzk, Paul, Marco und Uwe Marschner, Rico Dubian und Daniel Just ging ein Sextett beim Zweischarpflügen an den Start. „Das ist unser Hobby“, sagte Daniel Just. Aus  Tornitz gesellte sich Edgar Lehnig aufs Feld. Einziger Vertreter der Gastgeber war Rainer Pohl. Er hat die letzten drei Bauernfeste in der Organisation unterstützt und brachte diesmal einen Dreischarpflug mit. „Das macht Spaß. Heute ist das allerdings ein Knochenjob, der Boden ist hart.“ Nicht nur er fluchte über den trockenen Boden. „Da fehlt die Feuchtigkeit“, stellten auch Wolfgang Schadow und Hans Krüger aus Glinzig fest. Chefjuror Hans-Ullrich Starke inspizierte die Technik und vergab die Punkte für die Furchen. „Die Technik wird bewertet und geprüft, ob die Spaltfurche gerade ist und die richtige Tiefe hat“, erklärte Moderator Kay Schulz. Am Ende war wieder einmal ein Marschner der Sieger: Marko Marschner aus Eichow.

 Aus Papitz gehörte Nico Skotarek zu den Mitgestaltern des Bauernfestes. Er war mit zwei Kutschen in Krieschow im Einsatz. Die Baumaschinenspezialisten von der Rohwedder GmbH brachten einen Minibagger und -Radlader zum Ausprobieren mit. Knut Padel erklärte: „Wir suchen Nachwuchs und werben auf diese Weise für die Ausbildung zum Land- und Baumaschinenschlosser.“

Währenddessen ging es bunt weiter: beim Volleyballturnier, an der Bierrutsche, beim Strohballenrollen oder an den Verkaufsständen. Die Krieschower Jugend brutzelte Wildbratwurst. Es gab auch Bauernsuppe und leckeren Blechkuchen. Die Kinder tobten auf der Hüpfburg, staunten am modernen Feuerwehrfahrzeug und ließen sich von den Mädchen der Krieschower Jugend schminken.

 Die zehnjährige Laura und ihre vierjährige Schwester Lena fanden ihren Lieblingsstand: Sie streichelten das Ferkel, dessen Gewicht die Besucher schätzen sollten. Gleich nebenan stand ein gerade mal zwei Wochen altes Kälbchen. Sabrina Pohl hatte als Cheforganisatorin alles im Griff und freute sich am Abend nach der Siegerehrung, dass alles gut geklappt hat.

 Der kleine Charlie Semisch packt an wie ein Großer und rollt einen Strohballen übers Feld.
Der kleine Charlie Semisch packt an wie ein Großer und rollt einen Strohballen übers Feld. FOTO: Marion Hirche
(jul)