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| 01:23 Uhr

„Krankenhäuser der Region müssen sich stärker vernetzen“

Über den neuen Pflegestützpunkt informierten sich die CDU-Politiker Monika Schulz-Höpfner und Michael Schierack (Mitte) in Forst: Dezernent Hermann Kostrewa (l.) und Landrat Harald Altekrüger (CDU, r.) gaben Auskunft. Foto: PR
Über den neuen Pflegestützpunkt informierten sich die CDU-Politiker Monika Schulz-Höpfner und Michael Schierack (Mitte) in Forst: Dezernent Hermann Kostrewa (l.) und Landrat Harald Altekrüger (CDU, r.) gaben Auskunft. Foto: PR FOTO: PR
Forst. In welchem Zustand ist das Gesundheitswesen im Spree-Neiße-Kreis? Darüber wollte sich Michael Schierack, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, in der Region informieren und besuchte deshalb zu Gesprächen die Krankenhäuser von Forst und Spremberg. Ähnlich verfuhr er zuvor in anderen teilen Brandenburgs. Bodo Baumert

Laut eigener Aussage hat der CDU-Politiker in den vergangenen Monaten so ein Drittel der 56 Krankenhäuser im Land kennengelernt.

Was ihn im Spree-Neiße-Kreis positiv überrascht habe, sei die Freundlichkeit des Personals, aber auch der Klinikleitungen. Das sei nicht überall so. Beispielhaft sei auch, wie sich die Krankenhäuser Kooperationspartner gesucht haben, um über die Runden zu kommen. So arbeitet Forst etwa mit Potsdam zusammen. Kritisch sieht Schierack allerdings die Vernetzung in der Region. Das sei im Norden Brandenburgs ganz anders. Der CDU-Politiker verweist auf Ankerkliniken, um die sich kleinere Häuser vernetzen, dabei aber eigene Schwerpunkte setzen und sichern können.

Beispiele im Norden

“Die Fachärzte rotieren zum Teil zwischen den Häusern„, erläutert Schierack. “Da müssen die hiesigen Häuser zum Teil noch immer über ihren Schatten springen„, sagt Schierack. Eine stärkere Vernetzung um Cottbus als Standort mit Maximalversorgung sei möglich, ohne dass die kleineren Häuser auf ein Minimum reduziert werden. Schierack, selbst niedergelassener Arzt in Cottbus, verweist auf das Beispiel der Forster Geburtsstation. Mögliche Komplikationen bei der Geburt werden dort bereits frühzeitig identifiziert und die entsprechenden Frauen nach Cottbus überwiesen, wo eine bessere Versorgung möglich ist. Normale Geburten - die überwiegende Mehrheit - würden hingegen in Forst hervorragend durchgeführt. “Das kann man auch in anderen Disziplinen noch stärker durchdeklinieren.„

Ähnliche Möglichkeiten sieht Schierack auch beim Rettungsdienst. Beim Antrittsbesuch bei Landrat Harald Altekrüger (CDU) zeigte sich sein Parteikollege angetan von Ideen zur stärkeren Zusammenarbeit mit Cottbus und den angrenzenden Landkreisen über die gemeinsame Leitstelle hinaus. “Das muss Schritt für Schritt geschehen, wird aber dazu dienen, die Lausitz zu stärken.„

Diskussion um Eigenbetrieb

Bei der Frage des Eigenbetriebes Rettungsdienst, der im Spree-Neiße-Kreis eingeführt werden soll, gab Schierack zu bedenken, dass man gute Strukturen, die sich bewährt hätten, “nicht leichtfertig aufbrechen„ sollte. Die CDU-Landtagsabgeordnete Monika Schulz-Höpfner, mit Schierack auf Reisen, betonte, es gehe darum, die beste Möglichkeit für die Menschen und die Beschäftigten zu finden. Man müsse aber das Ganze sehen, fügte Schierack hinzu: “Es muss bezahlbar bleiben.„ Nur auf die Interessen im eigenen Landkreis zu blicken, sei “engstirnig„.