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| 02:52 Uhr

Kraftakt für die Helfer beim Turnier der Meister

Kraftakt an den Ringen. Bevor die Sportler – wie hier der Cottbuser Turner Robert Juckel – Höchstleistungen vollbringen können, sind die vielen ehrenamtlichen Helfer gefragt.
Kraftakt an den Ringen. Bevor die Sportler – wie hier der Cottbuser Turner Robert Juckel – Höchstleistungen vollbringen können, sind die vielen ehrenamtlichen Helfer gefragt. FOTO: Behnke
Cottbus. Olympiasieger und Weltmeister werden auch in diesem Jahr beim Turnier der Meister in Cottbus sportliche Höchstleistungen abliefern. Damit sie sich in der Stadt wohlfühlen, setzen die Organisatoren vor allem auf freiwillige Helfer. Sven Hering

"Das Traditionsturnier in wenigen Tagen wird eines der Größten, welches wir je zu stemmen hatten." Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt freut sich schon jetzt über rekordverdächtige Anmeldezahlen. Er erwartet mehr als 150 Turner aus mehr als 40 Ländern. "Wir werden wiederum ein Teilnehmerfeld der Extraklasse präsentieren können", verspricht der Organisationschef.

Das Turnier lebe in einem nicht leichter werdenden Umfeld vor allem vom Ehrenamt. Tausende Stunden werden laut Wohlfahrt von Helfern unentgeltlich erbracht. "Gleichsam erleben wir viele hilfreiche Gesten aus dem Cottbuser Mittelstand", ergänzt er. Ohne diese Hilfe wäre dieses Turnier nicht leistbar.

Wohlfahrt denkt zum Beispiel an den Shuttle-Service. Gut ein Dutzend Kleinbusse werden am Turnier-Wochenende durch die Stadt rollen und die Flughäfen in Berlin oder Dresden ansteuern. "Die Fahrer der Fahrzeuge stehen rund um die Uhr zur Verfügung", betont der Turnierchef. Cottbusverkehr übernehme darüber hinaus die Fahrten von den Hotels zur Wettkampfstätte Lausitz-Arena und natürlich auch zurück. "Wir versuchen, alle Wünsche unserer Gäste zu erfüllen", betont Mirko Wohlfahrt. Die fast schon familiäre Atmosphäre würden viele Sportler schätzen. Deshalb sei es Cottbus auch gelungen, sich mit dieser Veranstaltung gegen starke nationale und vor allem internationale Konkurrenz zu behaupten. "Das Turnier ist seit langem zur Herzensangelegenheit der Cottbuser Turnfamilie geworden", sagt Wohlfahrt.

Profitieren würden nicht nur die sportbegeisterten Zuschauer, sondern auch die Cottbuser Hotels. In einer sonst eher gästearmen Zeit kommt der Turnertross mehr als gelegen. Für auswärtige Fans würden zudem Pakete mit Unterkunft und Eintrittskarte geschnürt. Das ist bei hochkarätigen Veranstaltungen inzwischen Standard.

Das Weltklasse-Turnier liegt Mirko Wohlfahrt auch aus einem speziellen Grund besonders am Herzen. "Ich bin beim Turnier seit dem Jahr 1979 dabei - damals war ich neun Jahre alt", so der Organisationschef. Zum 36. Mal trifft sich die Elite nun in Cottbus. Wohlfahrt kann sich trotzdem noch genau an sein erstes Turnier erinnern. Damals gehörte er zu der großen Schar der Helfer. "Ich war als Fahnenkind eingesetzt", verrät er. Auch das Land, das er vertrat, kennt Wohlfahrt noch. "Es war die Mongolei."