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Umland
Kräutergarten bereitet sich auf den Winter vor

Kräutergarten Dissen bereitet sich auf den Winter vor
Kräutergarten Dissen bereitet sich auf den Winter vor FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Die Organisatoren in Dissen ziehen für den Kräutergarten zufrieden Saisonbilanz. Nun wird das Gelände für den Frost vorbereitet. Von Marion Hirche

Das Team vom Kräutergarten Dissen ist mit dem Jahr 2017 recht zufrieden. „Wir hatten eine gute Ernte, uns hat lediglich die Feuchtigkeit  Probleme bereitet“, resümiert Gartenchefin Anne Jahn. In diesen Tagen hat ihre Mannschaft noch genügend zu tun: Die Pumpe wurde abgestellt, die einjährigen Pflanzen wie Dill, Bohnen und Basilikum werden aus dem Boden geholt. „Der Boden muss umgepflügt werden, damit er schön locker ist. Dann kann der Frost gut rein und  dann ist der Boden gut vorbereitet für das Frühjahr“, sagt die Gartenexpertin.

Die zweijährigen Pflanzen, wie Rosmarin, werden mit Reisig oder Fichtegrün zugedeckt. So sind sie gegen Frost geschützt und können trotzdem noch atmen.

Die 36 Kartoffelsorten des Kräutergartens sind eingemietet. Jetzt kommen dort auch die Dahlienknollen dazu. Auf die Beete kommt Laub als Schutz für die kalten Monate. Die Blätter sind eine gute Grundlage für Mulch. „Außerdem bereitet unser Team die Kultivierung einer neuen zusätzlichen Fläche für unseren Garten vor. „Dann haben wir 1000 Quadratmeter mehr.“

Es muss ein Plan 2018 für den Anbau gemacht werden. „Auf der neuen Fläche haben wir die Ackerwitwenblume angebaut und die müssen wir jetzt auch noch ernten“, so Anne Jahn. Wenn das Wetter  mal nicht so mitspielt, kümmern sich die Mitarbeiter um das Saatgut und die Kräutermischungen. Es sind viele Kräuter getrocknet worden und werden zu Teemischungen zusammengestellt.  Auch Gewürzmixturen werden produziert. Das Ganze gibt es in der Touristinformation in Dissen am Heimatmuseum zu kaufen.

Anne Jahn hat noch einige Tipps für Gartenbesitzer parat: „Obstbäume und Rosen kann man jetzt noch pflanzen. Die vorhandenen Rosen sollten angehäufelt und eingekürzt, aber auf keinen Fall ganz runter geschnitten werden. Den endgültigen Rückschnitt macht man im Frühjahr.“ Auch andere Pflanzen, wie etwa Hortensien oder Rosmarin sollten jetzt nicht  völlig weggeschnitten werden, sondern nur sehr sparsam. „Empfindliche Sorten wie Ananas-Salbei oder Zitronenverbene  müssen jetzt im Kübel reingeholt werden und sollte dann an einem hellen, aber nicht allzu warmen Ort überwintert werden“, so die Gartenexpertin.

Ingwer, Cucuma und andere sollen im Winter nicht gegossen und nicht gedüngt werden. „Besonders wichtig ist jetzt das Umgraben, damit der Boden schön schollig ist und damit der Frost rein kann. Ich hoffe übrigens auf einige knackige Frosttage, damit die Schädlinge dezimiert werden.“

In den kommenden Tagen wird das Kräutergartenteam beginnen, schadhafte Zäune und Beschriftungstafeln zu reparieren. „Wenn wir Glück haben, sind wir mit all den Arbeiten bis Februar fertig und dann geht das Frühjahr wieder los“, betont die Kräutergartenchefin.