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Gesundheitswesen
Krätze in Cottbus unter Beobachtung

Die Hautkrankheit Krätze gibt es in allen sozialen Schichten. Foto: dpa
Die Hautkrankheit Krätze gibt es in allen sozialen Schichten. Foto: dpa FOTO: Daniel Naupold
Cottbus. Seit Tagen kursieren Gerüchte über zahlreiche Fälle der hochansteckenden Krätze in Cottbus. 41 sind seit Jahresbeginn in der Stadt gemeldet worden. Von Jan Selmons

Allerdings seien gelegentliche Häufungen der Krankheitsfälle durch die Jahreszeit bedingt, wie das Cottbuser Gesundheitsamt mitteilt. „Es gibt immer mal Häufungen“, sagt Adelheid Hoschke vom Gesundheitsamt,wobei der Begriff „Häufung“ bereits ab der Anzahl von zwei Fällen verwendet werde, wie sie klarstellt. Die hochansteckende Krankheit, die von Milben ausgelöst wird, ist meldepflichtig. Laut Gesundheitsamt sind in diesem Jahr bisher 41 Fälle gezählt worden. „Das sind weniger als im Vorjahreszeitraum“, erklärt Adelheid Hoschke. Als „nicht bedenklich und beherrschbar“ fasst das Gesundheitsamt die Situation zusammen. Betroffen seien immer mal Einrichtungen, in denen viele Leute zusammenkommen. Bildungseinrichtungen, Altersheime oder ähnliche stehen deshalb unter besonderer Beobachtung. Mit einem erhöhten Zuzug von Flüchtlingen will das Gesundheitsamt auftretende Krätzefälle nicht in Zusammenhang bringen, „weil es das schon immer gab.“ Auch vor zwanzig Jahren oder zu DDR-Zeiten sei es immer wieder zu jahreszeitlich bedingten Häufungen von Krätzefällen gekommen. Natürlich sei auch mal ein Flüchtling von der Krankheit betroffen, so Hoschke, doch „die Tierchen fühlen sich überall wohl, wo es kuschelig warm ist und viele Menschen zusammenkommen“, so Hoschke. Doch Panik müsse niemand haben. Die Krankheit sei gut behandelbar, wenn sie von einem Hautarzt diagnostiziert worden sei, so die Gesundheitsexpertin. Wichtig sei Einhaltung von Hygiene und das Separieren von Erkrankten und Behandlung der Menschen, die mit ihnen Kontakt hatten. Zur Information hat das Gesundheitsamt ein Merkblatt ins Internet gestellt: Unter dem Fachbegriff „Scabies“ gibt es laut Amt im Netz Informationen zum Thema. Ähnlich zeigt sich die Situation im Landkreis Spree-Neiße. Es gibt „immer mal Fälle“, teilt der Fachbereich Gesundheit mit.