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Krach für sichere Straßen

Einen Brief haben Cottbuser Kinder jetzt geschrieben. Adressat ist die Automobilindustrie.

Diese solle doch etwas mehr für die Verkehrssicherheit tun, so der Wunsch der Heranwachsenden, formuliert auf der jüngsten Kinderkonferenz. Einen konkreten Vorschlag liefern sie gleich noch mit. Autos, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten, sollen einen lauten Warnton erzeugen. Das nervt möglicherweise den Fahrer so sehr, dass er den Fuß vom Gas nimmt. Der Ton sorgt außerdem dafür, dass Verkehrssünder sofort identifiziert werden können. So schön, so gut. Doch die ganze Sache hat einen Haken. Gerade in den vielen Tempo-30-Abschnitten gäbe es wohl zumindest in der Einführungszeit der Warnton-Technik ein Gepiepse ohne Ende. Der Lärmaktionsplan der Stadt, der für die 30er-Zonen gesorgt hat, wäre damit komplett über den Haufen geworfen. Doch es gibt Entwarnung: Den Brief haben die Kinder nur symbolisch geschrieben, aber nicht abgeschickt.