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| 01:31 Uhr

Konzept für Stadtumbau rückt angrenzende Quartiere in Blick

Cottbus. Mit der Fortschreibung des Stadtumbaustrategiekonzeptes bis 2020 setzt Cottbus Entwicklungsschwerpunkte. Oberstes Ziel bleibt die Stärkung der Innenstadt. Doch es rücken auch angrenzende Quartiere ins Blickfeld. In Neu-Schmellwitz und Sachsendorf wird weiter abgerissen. Sandow profitiert von der Spree und dem künftigen Ostsee. Von Peggy Kompalla

Das Konzept ist ein 135-seitiger Wunschzettel, denn sowohl Bund als auch Land haben ihre Stadtumbau-Programme gekürzt. Dennoch ist es ein wichtiger Leitfaden und Voraussetzung für die Beantragung von Fördergeld.

Innenstadt: Für das Sanierungsgebiet Modellstadt werden Zukunftsstandorte definiert. Zu den wichtigsten gehört die Entwicklung des Stadtforums Bahnhofstraße mit dem neuen Kinder- und Jugendtheater sowie dem Stadthaus. Für den ehemaligen Wichernhauskomplex soll eine Nachnutzung gefunden werden, in das Gebäude Am Amtsteich 17 das Büro des Cottbuser Filmfestivals einziehen. Die Freiflächen nördlich der Petersilienstraße sollen zum Wohnstandort entwickelt werden, ebenso wie das Melde-Areal. Die Karl-Marx-Straße soll neugestaltet werden.

Bahnhofsumfeld: Hier ist eine umfassende Neuordnung geplant. Dazu gehört der Ausbau des Bahnhofsvorplatzes zum zentralen Umsteigepunkt für den öffentlichen Nahverkehr, die Verlängerung des Bahnhofstunnels in Richtung Innenstadt sowie die Neuordnung des Areals nördlich der Bahnanlagen.

Ostrow: Schwerpunkt der Entwicklung ist die Revitalisierung von Brachflächen und leer stehender Gewerberuinen. Zu den Projekten gehören unter anderem: Neugestaltung des Ostrower Platzes, Sanierung des Glad-Houses, Nachnutzung der Fläche an der Marienstraße nach der Verlegung des Busbahnhofs, Sanierung der Enke-Fabrik, Neubau der Leichhardt-Brücke und Aufwertung des Grüns entlang der Spree.

Westliche Stadterweiterung: Für den Bereich ist langfristig eine Aufwertung zum Wohnstandort geplant. Dazu gehören unter anderem die Umgestaltung der Bahnhofstraße und des Viehmarktes, der Ausbau der Schillerstraße als Verbindung von der Universität zum Bahnhof, Umbau und Sanierung des Stadtmuseums und Stadtarchivs sowie die Nachnutzung des Logenhauses.

Nördliche Innenstadt: Ziel ist es, den Uni-Campus in das Stadtzentrum zu integrieren und vorhandene Flächen als Wohnraum zu nutzen. Wichtigste Projekte sind: der Umbau des Schulkomplexes an der Erich-Weinert-Straße sowie die Aufwertung des Bereichs um das Polizeipräsidium und des Bonnaskenplatzes.

Brunschwig: Dieses Quartier soll langfristig zum Wohnstandort entwickelt werden. Dazu gehört die Sanierung des Leichhardt-Gymnasiums und die Neuordnung des Bereiches Lessingstraße.

Sandow: Der Stadtteil soll weiter als Wohnort entwickelt werden. Dazu zählen neben dem Abriss auch die Schaffung von neuen Wohnungen und die Aufwertung des Umfeldes und des Grüns entlang der Spree. Beispiele sind die Sanierung des Planetariums sowie der Ausbau der Verbindung zu Ostsee und Stadtzentrum.

Ströbitz: Hier soll neuer Wohnraum geschaffen und die Nevoigt-Grundschule saniert werden. Punktuell wird aber auch Abriss notwendig.

Spremberger Vorstadt: Hier sollen die Gebäude unter dem Schwerpunkt altersgerechtes Wohnen angepasst werden. Die Stadtachse Thiemstraße – Straße der Jugend benötigt eine Instandsetzung. Das Sportzentrum soll weiterentwickelt werden – unter anderem mit der Sanierung des Hochhauses Dresdener Straße, Erweiterung Boxerhalle. Fröbel- und Sportbetonte Grundschule sollen saniert werden.

Sachsendorf-Madlow: Hier soll der Rückbau fortgesetzt, gleichzeitig aber soziale Strukturen gestärkt werden – etwa durch die Modernisierung des Grundschulzentrums und die Sicherung der sozialen Einrichtungen. Die Hauptverkehrsadern brauchen eine Instandsetzung.

Neu-Schmellwitz: Der Standort wird der Schwerpunkt des Wohnungsrückbaus in den kommenden Jahren.

Schmellwitz Mitte: Hier sollen die Wohnstandorte gestärkt werden etwa durch neue Wohnformen. Diesbezüglich sind insbesondere das Quartier Nordrand, Windmühlensiedlung, Cottbuser Heide und das Musikerviertel im Blick. Dazu gehört auch die Gestaltung des Wohnumfeldes – Spielplätze, Generationsbegegnungsstätte und barrierefreie Wege. Grund- und Förderschule sollen saniert und gestärkt werden.