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Konservatorium geht bis zum Sommer fremd

Das Kindermusical wird in diesem Jahr 45. Das aktuelle Stück "Katzen tanzen nicht mit Wölfen" läuft mit großem Erfolg.
Das Kindermusical wird in diesem Jahr 45. Das aktuelle Stück "Katzen tanzen nicht mit Wölfen" läuft mit großem Erfolg. FOTO: Kindermusical
Das Cottbuser Konservatorium geht in diesem Schulhalbjahr neue Wege. Da der Konzertsaal saniert wird, verlegt Musikschul-Chef Gabriel Zinke die großen Konzerte der Saison an neue Spielstätten in Stadt und Umland. hil

Cottbus. Ursprünglich als Turnhalle gebaut, wird der Konzertsaal im Konservatorium seit Ende der 1980er-Jahre für Veranstaltungen genutzt. Technik und Mobiliar sind in die Jahre gekommen, eine Sanierung steht an. Kurt Boelke, Technischer Leiter des Konservatoriums: "Die Außenfassade wird trockengelegt, das Dach neu gedeckt. Die Bestuhlung soll aufgearbeitet werden, eine neue Be- und Entlüftung ist geplant."

Am Aussehen des Saals wird allerdings nur wenig geändert. Einzig die alten Kugelleuchten fallen weg, werden durch fünf Kronleuchter ersetzt. Ende März beginnen die Arbeiten, der Saal bleibt voraussichtlich bis November geschlossen.

Den letzten großen Auftritt im Saal wird das Kindermusical mit seinem neuen Stück "Katzen tanzen nicht mit Wölfen" am 23. März bestreiten. Für diese Vorstellung sind noch etwa 30 Restkarten zu haben, alle anderen Vorstellungen sind ausverkauft.

Das große, traditionelle Frühlingskonzert "In Spring" wird in diesem Jahr in die Oberkirche verlegt. Gabriel Zinke: "Das Programm ist deshalb eher klassikorientiert. Pop und Filmmusiken wählen wir passend zum Spielort. (Samstag, 17. Mai, 17 Uhr.)

Wie immer im Staatstheater findet das "Konzert Junger Künstler" statt, die gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester auf großer Bühne musizieren dürfen (31. Mai, 19 Uhr).

Im Stadthaus messen sich Ensembles aller Art im Wettbewerb "enviaM - Musik für Kommunen." "Wir freuen uns auf diesen schönen Spielort", so Gabriel Zinke. Der Envia-Wettbewerb sei eine schöne, sehr lustvolle Gelegenheit, zu musizieren. "Außerdem werden die Sieger mit ordentlichen Geldpreisen belohnt." Der Eintritt ist frei (13. und 14. Juni).

Den Saal im Familienhaus nutzen die Blasmusiker aus Cottbus für ein, so Zinke, "spektakuläres Bläserprojekt". Spielen werden dabei neben den fast schon professionellen Musikern auch junge Künstler, die durch die Kooperation mit der Erich-Kästner-Schule ins Ensemble gewachsen sind (29. Juni, 16 Uhr).

Kritik übt Musikschul-Chef Gabriel Zinke an der Landesregierung und fordert deutlich mehr Unterstützung. "Wir müssen schließlich einen Bildungsauftrag erfüllen."